Nachruf auf Helmut Stubner

Auch wenn es wahrscheinlich niemals möglich gewesen wäre, liebe Freunde, dass Helmut Stubner und ich politisch auf einen Nenner gekommen wären, wir merkten das in der Zeit in der Christlich Soziales Österreich (CSÖ) gemeinsam mit den Freidemokraten (FREIE) 2015 zur Gemeinderatswahl in Wien antraten, so möchte ich seiner Familie in aller Form kondolieren.

Helmut war ein Mensch, der den Ursprung des Kaisertums Österreichs in der deutschen Geschichte suchte und beschäftigte sich daher auch mit der deutschen Militärgeschichte-

Ein Bereich, in welchem er als absoluter Spezialist galt.

Er vertrat im Gegensatz zu uns österreichischen Legitimisten die Ansicht, dass die österreichische Geschichte über Jahrhunderte direkt mit der deutschen Geschichte verbunden gewesen wäre.

Ein deutscher Legitimist. Der allerdings seinen Schwerpunkt auf den 2. Weltkrieg verlagert hatte.

Gerade aber das er die Meinung vertrat,  dass die Wurzeln des Kaisertums Österreich in Deutschland zu suchen wären, führte zu zahlreichen guten aber auch Streitgesprächen und machte ihn hierdurch zu einem fast unentbehrlichen Gegenpol.

Ja selbst über die Zeit hinaus, in der wir uns nach der Landtagswahl 2015 wieder getrennt hatten.

Denn: Das Christlich Soziale Österreich (CSÖ) hätte es wohl niemals so leicht geschafft als Obdachlose in der Politik (ODP) zu den National-ratswahlen 2017 anzutreten, wenn wir nicht im Vorfeld bereits angefangen hätten, Argumente für das Kaisertum Österreich und seine 2.100.000 Österreicher/innen an der Armutsgrenze, 438.000 Arbeitslose und Klein- und Mittelunternehmer zu sammeln, die keine Privatentnahmen zu sammeln.

Und um Helmut Stubner zu beweisen, dass er Unrecht gehabt hatte, hatte ich mich überhaupt erst intensiver begonnen, mit der österreichischen Geschichte zu befassen.

Was in weiterer Folge polarisierte.

Politische Themen können eigentlich nur dann wachsen, wenn jemand da ist, der eine andere Meinung vertritt. Wen diese polarisieren.

Dies bedarf 2 Menschen unterschiedlicher Ansichten.

Und dieser Mensch war bei mir Helmut Stubner.

Das was den Menschen Helmut Stubner auszeichnete, war seine direkte und gerade Art und das ist es, was heute häufig in der Politik fehlt.

In einer Zeit, in welcher Politiker und Politikerinnen einem freundlich ins Gesicht lächeln, während dem sie schon wieder darüber nachdenken, wie sie dem Nächsten ein Hackel ins Kreuz hauen.

Bei Helmut wusste man immer woran man war. Er war aber auch sturr genug seine Ziele zu verfolgen.

Besonders gut erinnern kann ich mich an den „Marsch für die Pressefreiheit“ von der technischen Universität am Karlplatz zum Funkhaus in der Argentinierstrasse, der beim Regen stattfand.

Was wohl dazu beitrug, dass eher weniger Menschen kamen.

Oder sollte man ehrlich sagen: Keine?

Ausser 5 Mitgliedern der Freidemokraten war letztlich niemand erschienen.

Was Helmut Stubner aber nicht daran hinderte, dass wir den von mir veranstalteten Marsch dennoch durchführten.

Ohne murren und ohne Vorwürfe. Sich sogar bemühte die Stimmung zu heben.

Helmut Stubner, der seine Treffen gerne im Haus der katholischen Landmannschaften abhielt, war es wohl auch, der mich letztlich für die Geschichte Österreichs sensibilisierte.

Mir klar machte, dass so Manches was man heute erzählt einfach nicht stimmt. Auch wenn ich letztlich anderes fand als er.

Für mich ist also ein grosser Mensch von uns gegangen.

Wir wollen daher seine Familie ein herzliches Beileid wünschen und die Hoffnung äussern, dass das Leben nach dem Tod weitergeht.

Wie hat mir jemand erklärt:

Man stirbt nicht, so lange einen nicht alle vergessen.

Denn: Wir sind ein ordentliches Stück des Weges unserer Leben gemeinsam gegangen.

Ruhe in Frieden, Helmut Stubner!

Wir werden Dich nicht vergessen!

Hans-Georg Peitl
Bundesobmann von
Christlich Soziales Österreich (CSÖ)

Nachruf Helmut Stubner 1957-2018 – Andreas Tögl

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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