Obdachlose in der Politik (ODP): Und dennoch sind wir christlich

Auch wenn uns immer wieder Christen vorwerfen, liebe Freunde, dass der christliche Glaube doch keine weltliche Angelegenheit wäre, ja, wir Christen uns aus der Politik der Welt heraushalten sollten und nur die frohe Botschaft verkünden, so möchte ich dennoch einige Gedanken wiedergeben, die uns dazu führen, dass das so nur zum Teil richtig sein kann.

Denn wenn wir uns das „Vater unser“ einmal genau anschauen so finden wir dort die Bitte Jesu:

Mt 6,10
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Und wenn wir über diesen Vers genau nachdenken werden wir erkennen:

Ja, für das was im Himmel geschieht, da ist die Kirche zuständig.

Wie wir aber heute die Erde gestalten, dass bestimmt die Politik.

Und schauen wir an einer anderen Stelle, dann entdecken wir dort, dass das Reich Gottes die wichtigste Lehre Jesu ist:

Mt 6,33
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Für dieses Reich hat er klare Anweisungen.

So bestätigt er Pilatus zum Beispiel, dass er der König des Reiches Gottes wäre:

Joh 18,37
Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es: Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.

Die Offenbarung aber erzählt uns, dass das Reich Gottes eine Direkte Demokratie darstellt:

Offb 20,6
Selig ist der und heilig, der teil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

So wie uns dies sicher auch aus der Dezemberverfassung von 1867 bekannt vorkommt.

Weiters erfahren wir, dass sich diejenigen die sich für das Reich Gottes einsetzen um die Friedensstiftung bemühen sollten:

Mt. 5,9
Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes heissen.

Das aber der Kampf gegen die Armut zum Bereich Friedensstiftung gehört:

Mt 25,45
Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.

Das es zwar beinahe unmöglich ist, dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt:

Mk 10,25
Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.

Wir den Mittelpunkt unseres Lebens nicht beim Geld suchen sollten:

Mt 6,24
Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Das wir das Geld aber durchaus dazu verwenden sollten, um Frieden zu stiften:

Lk 16,9
Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

Biblisch also gar keine Rede davon ist, dass man das Geld abschaffen sollte.

Sondern es ganz im Gegensatz zum Guten eingesetzt werden soll.

Erklärt uns Jesus, dass das Reich Gottes mit ihm schon zu uns gekommen ist:

Mt 12,28
Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.

Wir dies der Welt aber erst mitteilen müssen.

Uns also politisch aktivieren sollten:

Mk 16,15
Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.

Und wenn wir uns dies überlegen, so ist christlich und politisch aktiv zu sein eigentlich kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung.

Oder seht ihr das anders?

Übrigens, ein Reich braucht auch ein Gesetz

Lk 10,27
Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18)
.

Denn in dieser Regel sind alle Gesetze und Propheten erfüllt.

Advertisements

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.