Aufregung in Bulgarien: Saksoburgorski fordert sein Eigentum

Ich sag es Euch, Freunde. In Bulgarien ist wieder einmal eine grosse Aufregung.

Aufregung, weil der Sohn des ehemaligen Zar Boris, Simeon Saksobugorski, seine Besitztümer zurück fordert und nun pardaux niemand verstehen will, was der Adel mit dem Haus will.

Oder sollte man ehrlicherweise Schloss sagen? Und den Wäldern. Feldern. Nun, eben dem, was einmal sein Eigen war.

Das gehöre doch den Bulgaren.

Als ich am gestrigen Abend mit meiner Frau wieder einmal bei den bulgarischen Nova Nachrichten sitze, die können wir ja bei uns in Wien empfangen, weil wir eine Bulsat Satelitenanlage auf dem Hausdach installiert haben, da beginnt sich meine Frau unheimlich aufzuregen.

Aufzuregen, wie ich dies schon lange nicht mehr erlebt habe.

„Der bekommt die Kehle nicht voll!“, meint sie und „Das gehört doch den Bulgaren!“.

Und weil ich kurze Zeit nicht aufgepasst habe, frage ich: „Was ist denn los?“

Glaube schon die Türken wären in Bulgarien einmarschiert.

Und sie meint:

„Nun, der Zar fordert sein Eigentum.“

Und ich? Ich schaue sie gross an.

Schlösser waren Wohngemeinschaften

Denn: Früher einmal gehörte uns das Schloss Neuhaus in Kärnten, welches man unserer Familie ebenso entzogen hat.

Oder ganz ehrlich gesagt, welches wir aus Gründen des Bahnskandals von 1884 verkaufen müssten.

Von welchem man unsere Familie aber dennoch nicht vertrieb. So das mein Grossvater Otto Behaghel von Flammerdinghe noch 1905 dort geboren werden konnte.

Obwohl der ursprüngliche Besitzer nicht das Haus Behaghel von Flammerdinge, sondern der Onkel, die Familie Weber von Webenau gewesen war.

Erst 1918 bei den Deutschösterreichern. Da mussten dann die dort ansässigen Familien gehen. Wurden über Nacht obdachlos.

Eine Einstellung welche sich, so habe ich manchmal den Eindruck, auch bei den Sozialdemokraten fortgesetzt hat.

Über das Schlossleben

Bis heute wird ja behauptet, der Adel hätte so ausschweifend gelebt.

Aber:

Ein Schloss war gar nicht der Wohnsitz einer einzelnen Familie. Es war deutlich eher eine Art Dorfgemeinschaft.

Ein Lebensraum, in welchem viele Familien miteinander lebten. Jeder seiner Tätigkeit nachging.

So etwas Ähnliches wie eine Kolchose.

Bürgermeister und Pfarrer

Zugegeben in einem Trakt wohnte auch der Schlossherr, so wie eben ein  Bürgermeister häufig auch im Gemeindeamt wohnt.

Oder: Eben ein Pfarrer in seinem Pfarrhaus.

Und wenn man es schafft Bundespräsident zu werden, ja dann wohnt man auch heute noch in der Hofburg.

Heute zu Tage allerdings alleine.

Mt 8,20
Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.

Und die Schlösser die nicht der Republik dienen? Werden Museen.

Die lässt man eben überhaupt leer stehen.

Damit man sie besichtigen kann.

Sich daran erinnert, wie böse und unbescheiden doch der Adel gewesen wäre.

Ich meine: Wenn man sich nicht genauer informiert!

Obdachlose von heute

Was wohl erklärt, warum es heute zu Tage deutlich mehr Obdachlose gibt als in der Kaiserzeit.
Obdachlose die dann im Schnee schlafen dürfen.

Und wenn man die Republik fragt, die Antwort erhält:

Die wollen das so. Wirklich?

Und wenn dann ein Adeliger meint, man könne die Gebäude doch besser nützen als sie einfach leer stehen zu lassen?

Nun, dann sind diese Adeligen die Bösen.

Weil sie ihre Gebäude zurückerhalten wollen.

Dort wieder Wohngemeinschaften einrichten wollen.

Sie also etwas fordern, dass, wenn man ihnen die Gelegenheit geben würde, die derzeit aufgepauschten und grossteils nur teilwahren Geschichten, Vorurteile, aufheben würde.

Zeigen würde:

Der Adel war in Wahrheit ganz anders.

Ist das nicht seltsam?

Übrigens: Weil mir die Menschen immer dann wenn ich ich davon erzähle als Antwort geben, dass man früher hierfür den Zehnten, also 10 Prozent, an Abgaben geben musste. Stimmt! Sind wir doch froh, dass wir heute zu Tage alle steuerfrei leben. Oder?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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