Von Freiheit und den Scheinfreiheiten

Nachdem uns unser Charli am heutigen Tag einmal eine wunderbare Abhandlung über die Arbeit geschrieben hat, liebe Freunde, bei welcher er feststellte, dass

.) Büroarbeit sitzend,
.) Dienstleistung laufend und
.) Produktionsarbeit stehend ist,

ich mir eigentlich zum ersten Mal bewusst wurde, dass gerade der Betreiber einer politischen Zeitung, so wie ich, der

.) in der Früh einer sitzenden Tätigkeit nachgeht,
dann wenn ich meine Artikel schreibe

.) nachher einer Stehenden,
also produktiven, wenn es wieder einmal heisst Unterschriften für eine Petition oder aber Unterstützungserklärungen für einen Wahlkampf zu sammeln

und

.) letztendlich noch einer Laufenden,
also einer Dienstleistung, wenn ich unsere Zeitung wieder einmal an den Mann/die Frau bringe, oder wie es in unserem Fall heisst crowdfunde bzw. mich für Sozialprojekte einsetze

während dem ich mir vor der letzten Nationalratswahl, bei der ich dann Spitzenkandidat war,  noch nachsagen lassen durfte, dass ich nichts arbeite, obwohl ich selbst eben allen drei Berufssparten angehöre,

mich trotz einer Behinderung, extreme Sehschwäche, darum bemühe, etwas zum Gelingen der Gesellschaft beizutragen,

so habe ich mich entschlossen, gleich noch einen weiteren Artikel zum Thema „Arbeit“ anzuhängen.

Für uns ein Vorreiter im Bereich des Abbaus von Vorurteilen gegenüber Behinderten.

Denn: Wie ihr ja wahrscheinlich allgemein wisst, sind wir Obdachlosen in der Politik (ODP)  Anhänger davon, dass ein jeder Mensch arbeiten können sollte.

Nein, sehen es sogar als ein Recht der allgemeinen Menschenrechte der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1948 an:

Artikel 23 (Recht auf Arbeit, gleichen Lohn)

Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Meinen, dass der Mensch arbeiten sollte, alleine schon um nicht der arbeitenden Bevölkerung hintenangestellt zu sein.

Ja.

Um nicht letztlich Opfer einer Entwicklung einer Zweiklassengesellschaft zu werden.

Wenn die Zweiklassengesellschaft entsteht

Denn auch wenn der Nichtarbeitende, der also die Freizeit angeblich geniesen könnte, scheinbar durchaus einige Privilegien mehr als der arbeitende Mensch geniest, stimmt nicht ganz, denn der Staat gibt ihm und das ist der Grund warum viele für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintreten, ja gerade einmal so viel, dass der Mensch überleben kann, ein Grundeinkommen, mit dem der Mensch angeblich frei wäre, so erscheint es dennoch nicht verständlich, warum es eigentlich dann einen Teil der Gesellschaft gibt, welcher man es zumutet, den Rest der Gesellschaft mit zu erhalten.

Es also bereits heute eine Herren- und Untermenschen Gesellschaft gibt, eine Situation, die in der Geschichte schon mehrfach dazu führte, dass letztlich ein Bürgerkrieg oder aber Faschismus entstand.

Man sich also nicht fragen sollte, ob der Mensch arbeiten sollte oder nicht, sondern vielmehr, was man den alles als Arbeit anerkennen könnte.

Denn: Auch ein Fernsehauftritt ist eine Arbeit. Unterhaltungsarbeit. Auch wenn man sich fragt, warum diese so überdimensioniert bezahlt sein muss?

Hausfrauenarbeit ist ebenso eine Arbeit, wobei man sich hierbei wieder fragen sollte, warum diese oft unentlohnt bleibt.

Und man sollte sich fragen, warum eigentlich der Staat, wenn man ihn darauf hinweist, dass man mit Gemeinnütziger Industrie wahrscheinlich Vollbeschäftigung schaffen könnte, hierauf nicht reagiert?

Künstliche Armut

Und auch hierauf ist die Antwort eher leicht zu finden.

So lange der Mensch auf die Almosen des Staates angewiesen ist, ist er leichter  zu manipulieren und gefügig zu machen.

Werden durch die überdimensionelle und nicht leistungsbezogene Arbeit wie Politiker, Musiker, Maler etc. Traumbilder gemalt, was man nicht alles erreichen könnte, wenn nur das System für einen wäre.

Schafft man Armut, damit auch diese gesehen wird.

Und: Ist es daher leichter das Herrenrassen – Untermensch Spiel fortzusetzen.

Kann man diejenigen, die derzeit Arbeit haben dazu veranlassen, diese Arbeit selbst mit geringen Ansprüchen zu leisten, während dem man sich über diejenigen, denen man bewusst keine Arbeit gibt, negativ äussert.

Kommt also dem Staat das bedingungslose Grundeinkommen durchaus gelegen, weil genau dies ja dann erst Recht wiederum neue Abhängigkeiten schafft.

Das Druckmittel, entweder spurst Du, oder ich entziehe Dir Dein Geld, erst dann richtig anheizt.

Die echte Freiheit

Und ich glaube, dass ist der Grund, warum man Menschen, die allen drei Berufssparten nachgehen, so gerne als „nicht arbeitend“ bezeichnen würde.

Sie, ausser sie agieren im Auftrag des Staates, ungern als Vorbilder vorzeigt.

Werden bereits Unternehmer, aber auch alle anderen, die sich ihre Arbeit selbst schaffen, lieber als Negativbeispiel, ja bis zum Ausbeuter dargestellt.

So weit dies eben möglich ist. Gleichgültig, ob diese Privatentnahmen tätigen können oder nicht.

Damit die Abhängigkeit vom Staat einfach weiter besteht.

Werden Selbstständige oftmals in den Konkurs gedrängt, ausser man braucht auch diese wieder als Vorzeigeexemplare, um einmal deutlich zu zeigen:

Ihr braucht die Abhängigkeit vom Staat. Ohne den Staat seit ihr gar nichts.

Weil:

Wo käme wir denn da hin?

Ich meine: 

Wenn ein jeder Mensch so wie die Schauspieler, Musiker, Journalisten oder eben auch Politiker versuchen würden, ihre persönliche Freiheit zu erlangen?

Selbst ein Mitbestimmungsrecht zu erhalten.

Vielleicht gar bis zur Demokratie?

Etwas, dass den derzeit Regierenden natürlich überhaupt nicht Recht sein kann, weil ja in dem Moment in dem die Menschen ihre Freiheit erhalten, sie selbst einen Teil ihres Einflusses verlieren.

Ich meine dann, wenn sich ein Jeder/eine Jede seine echte Freiheit nehmen würde!

Meint Ihr nicht?

Übrigens: Genau das war es, was Franz Freiherr von Pillersdorf 1848 bei der Wr. Revolution und dann 1867 in der Dezemberverfassung niedergeschrieben bereits erlangt hatte. Das der Kaiser gemeinsam mit dem Volk regierte. Die Freiheit, die uns dann 1918, bis heute erwartet man, dass wir uns hierfür bedanken, die Deutschösterreicher (Sozialisten) wieder nahmen.

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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