723 Unterstützungserklärungen sind nicht genug

„Was wir eigentlich tun würden,“ hat mich gestern jemand auf Facebook gefragt, „wenn wir die 500 für den Nationalratswahlantritt notwendigen Unterstützungserklärungen nicht bekämen?“

Und ich gebe zu, ich habe ganz einfach gesagt: Mich ärgern. Mich ärgern, weil die Obdachlosen in der Politik die selben 500 notwendigen Unterstützungserklärungen seit der letzten Wienwahl 2015 ja bereits 3 mal in Petitionen erbracht haben:

.) Mehr Hühner für Wien
.) Zurück ins Leben – Berufsintegrationscenter für Obdachlose
.) Rettet die Linie 58

Und wenn wir es nicht schaffen sollten, so liegt dies maximal an der knappen Zeit vom 17.7. bis 18.8. Weil wir unter Normalumständen die 500 Unterstützungserklärungen jedesmal schaffen würden.

Es wäre kein grosses Malheur, denn der Plan B besagt ja:

Im September haben wir die Petition „Rettet die Linie 58“ im Petitionsausschuss. Und dann bauen wir lustig weiter auf die nächste Wien Wahl hin.

Aber: Ärgern würde ich mich schon!

Würde mich ärgern, weil es in diesem Fall nicht nur an uns liegen würde, sondern auch an Euch, liebe Freunde, die uns dann in einem Moment in dem es besonders wichtig gewesen wäre, einfach im Stich gelassen hättet.

Wir also nicht wüssten: Dürfen wir auf Euch zählen?

Oder: Muss sich die Lobby für die 2.100.000 Menschen an der Armutsgrenze, 32.000 Obdachlosen, 438.000 Arbeitslosen und Klein- und Mittelunternehmer die keine Privatentnahmen mehr tätigen können erst bilden?

Haben unsere politischen Gegner, die derzeit permanent schiessen vielleicht doch zu viel schaden angerichtet? Haben ihre Un- bis Halbwahrheiten gefruchtet?

Würde mich ärgern, aber:

Am Tag nach dem Scheitern schon an die nächste Wahl denken.

So wie mich die Menschen bereits gefragt haben, was ich eigentlich tun würde, wenn ich am 15.10. zum Nationalrat gewählt würde.

Nun, ich nehme am 16.10. wieder eine Crawdingliste, starte wieder eine Petition und agiere, als wäre nichts passiert.

Dann allerdings mit doppelter Neugier. Weil ich wissen möchte, was ich im nächsten Nationalrat vertreten soll.

Zugegeben, es wird unsere erste Wahl und aller Anfang ist schwer.

Vor Allem, wenn es um Obdachlose geht.

Wir haben ja alleine für das Arbeits- und Wahlrecht 10 Jahre lang gekämpft.

Und das Einzige was hierbei zählte: Niemals aufgeben.

So wie es nunmehr auch beim politischen Aufbau der Obdachlosen in der Politik heissen wird:

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen und springt dabei von Ast zu Ast. 

Bleibt die Frage: Seid Ihr mit dabei?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Christlich Liberalen - Österreichs rot-grüner Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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