Obdachlose in der Politik: Einmal philosophisch betrachtet

„Es gibt keine Abgeordneten, die obdachlos sind,“ hat mich vor wenigen Tagen einer wissen lassen und weiter: „Daher ist die Bezeichnung Obdachlose in der Politik ein vollkommener Blödsinn.“

Und noch schlimmer, ich hab das in einem Artikel letzte Woche geschrieben, trieb es ein Geschäftstreibender im 7. Bezirk, welcher die Meinung vertrat: „Es hat schon einmal einen Obdachlosen in der Politik gegeben. Und daher sind die Obdachlosen in der Politik Nazis.“ So als würden sämtliche Obdachlosen, welche „die Stufe der Politik“ erreichen, letztlich das selbe tun.

Vorurteile. Vorurteile. Vorurteile.

Aber ganz ehrlich, Freunde: Verraten nicht beide Ansichten eine vollkommen falsche Einstellung zum Thema „Politik“?

Nämlich das man davon ausgeht, dass ein(e) Politiker/in ein Mensch ist, der sich von der Gesellschaft abhebt?

Und das, obwohl er eigentlich das Volk vertreten sollte?

Die Kelsen Verfassung aus dem Jahr 1929 sagt hierzu in

Artikel 1:
Österreich ist eine demokratische Republik. Das Recht geht vom Volke aus.

Und so können echte Abgeordnete maximal die Entsandten des Volkes sein, die Dienstnehmer der Volkes, welche die Aufgabe übernommen haben, dem Volk zu dienen.

Denn: Sie werden hierfür ja auch von dem Volk bezahlt!

Und das noch nicht einmal schlecht:

Mit brutto EUR 8573,- umgerechnet ins Netto also 4883,- nach Hause gehen, seiner Aufgabe aber nicht nachkommen?

Das wäre in der Privatwirtschaft vollkommen unmöglich!

Ein deutlich zu hoher Lohn, um dann nicht seinen Aufgaben nachzukommen.

Ein Grund, warum wir Obdachlosen in der Politik schon einmal auf die Idee kamen:

Man könne die Bezüge von Abgeordneten auf leistungsbezogene Bezahlung umstellen!

Die Aufgabe eines Politikers/einer Politikerin wären es primär, weil es unterschiedliche Gesellschaftsschichten wie Unternehmer, Arbeiter/Angestellte, ja, auch Menschen an der Armutsgrenze gibt, sich für seine Interessengruppe, diejenigen, die ihn entsandt haben, einzusetzen.

Die Interessen der einzelnen Gruppen abzugleichen, damit eine homogene Gesellschaft entsteht.

Im Sinne des Wortes „politos“ eben. Von dort leitet sich nämlich Politiker/in ab.

Was aus dem Griechischen stammt und so viel wie Volks-, Staat-, Menschvertreter bedeutet!

Nicht, so wie dies heute häufig gezeigt wird, Egomaniker.

Menschen also, die nur auf sich selber schauen.

Der Grund warum ich schon einmal gemeint hatte:

Narzisten, Menschen also, die so wie Künstler, Journalisten oder auch gute Politiker vom Applaus der Anderen leben, wären hierbei gar nicht so schlecht.

Jemand, der sich eben nicht an sich selber orientiert.

Sondern sich überlegt, wie er den Anderen gefallen könnte!

Der Grund warum ich zur Vertretung der Menschen an der Armutsgrenze tatsächlich dazu neige ehemalige Obdachlose zu nehmen.

Menschen, die es wieder geschafft haben, aber wissen, wie sich Armut anfühlt.

Die Probleme der Menschen an der Armutsgrenze kennen.

Und daher die Gesellschaft zielgerichtet verändern.

Glaubt Ihr nicht?

Übrigens: Weitere Gruppen, welche die Menschen an der Armutsgrenze

.) 2.100.000 Menschen an der Armutsgrenze,
.) 438.000 Arbeitslosen und
.) Klein- und Mittelunternehmer vertreten könnte,

in der Politik vertreten könnten:

  • Zweite Gruppe:die ehemaligen (Volks)Adeligen,

die 1918 enteignet wurden und damals Armut erlebten. Denn: Diese sind sicher Menschen, die Andere in Armut verstehen.

  • Die dritte Gruppe: Künstler aller Gattungen

die sich nach oben dienen mussten. Weil sie normalerweise in Armut beginnen.

  • Die vierte Gruppe: Ehemalige Heimatvertriebene

wie die Sudetendeutschen, etc.

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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