Die Schliessung der Balkanroute: Historischer Ablauf

Bojko Borisov bei seiner Verteidigungsrede in Brüssel.

Eigentlich finde ich es lustig, liebe Freunde, wenn ich am heutigen Tag ein Interview mit Gernot Blümel (ÖVP) und Johann Gudenus (FPÖ) in der KRONE lesen kann, in welcher sich die beiden Parteien darüber streiten, wer denn nun eigentlich die Balkan Route geschlossen hätte.

KRONE: Bedingungen nach Wahl wird nicht die SPÖ stellen

Die KRONE in einem anderen Artikel darauf verweist, dass die CICERO vom grossen Staatsmann Sebastian Kurz spricht, weil ihm das „Kunststück“ gelang.

KRONE: Sie schaffen das Europa des 21. Jahrhunderts

Für mich als Bojko Borisov Befürworter aber ein Grund, die historischen Fakten noch einmal zusammenzustellen:

De facto waren es nämlich weder die ÖVP, noch die FPÖ, welche die Balkan Route schlossen. Das Schliessen ging noch nicht einmal von Österreich aus.

Sondern die Grenzen waren schön längst dicht, als der erste Österreicher, das war allerdings Sebastian Kurz, seine Stimme erhob. 

Schön, dass dies Vizebürgermeister Johann Gudenus im KRONE-Interview sogar bestätigt.

Obwohl allerdings auch er dabei den falschen Urheber nennt. Nicht Orban. Der war Zweiter. Sondern Borisov.

Bojko Borisov schliesst die Grenze

Der Erste, welcher sich dazu entschloss die Grenzen zu schliessen war der Ministerpräsident von Bulgarien, Bojko Borisov (GERB – EVP).

Die Presse: Flüchtlinge: Bulgarien verstärkt seine Grenzen

Und zwar am 17.09.2015.

Am 16.10.2015 kam es dann an der Grenze in Bulgarien zu einem Zwischenfall.

Tagesschau: Flüchtling in Bulgarien erschossen

Zu diesem Zeitpunkt war der bulgarische Zaun bereits fertiggestellt und die Flüchtlinge versuchten ihn zu erstürmen. Hinter dem Zaun aber wartete die bulgarische Armee. Ein Flüchtling wurde hierbei erschossen und dies erregte Europa weit aufsehen.

Bojko Borisov musste sich in Brüssel für das Handeln, den Schutz einer EU-Aussengrenze gegen Erstürmung, verantworten.

Viktor Orban zieht nach

Trotz der Probleme Bojko Borisovs mit der EU, welche sich bis 18.2.2016 erstreckten, folgte am 22.1.2016 aber Viktor Orban (Ungarn) als zweiter Staatsmann Europas der Entscheidung Bojko Borisovs nach. Er errichtete ebenfalls einen Zaun und schützte auch diesen mit der ungarischen Armee.

Deutsche Wirtschaftsnachrichten: Ungarn macht alle Grenzen dicht

Auch hier protestierte die EU.

Der Vollständigkeit halber wollen wir erwähnen, dass im April die Serben als nicht EU-Staat ebenfalls einen Zaun errichteten.

Die EU schliesst die europäischen Grenzen

Am 18.2.2016, ein halbes Jahr später, entschloss man sich von Seiten der EU, das Vorgehen der Staaten Bulgarien und Ungarn zu befürworten. Die von Bulgarien geforderten Strafgebühren wurden allerdings bis heute nicht zurück erstattet. Dafür wollen die Schliessung der Balkanroute nunmehr Menschen wie Angela Merkel oder Sebastian Kurz herbeigeführt haben.

Erst mit dem 18.2.2016, also ein halbes Jahr nach dem Versuch der Erstürmung der EU in Bulgarien, gab die EU grünes Licht zum Schutz der EU-Aussengrenzen. 

Österreich: Paukenschlag: EU macht Grenzen dicht

Sebastian Kurz stimmt zu

18 Tage später, es war am 8.3.2016 stimmte Sebastian Kurz als erstes Regierungsmitglied Österreichs der EU Entscheidung zu.

Frei nach dem Schema: OK. Die EU hat Recht.

Die Presse: Kurz: Ende der Balkanroute keine Überraschung

Für mich also eine Überraschung im Bezug auf Ehrlichkeit unserer Politiker.

Denn: Wer die Balkan Route wirklich schloss, dass war Bojko Borisov (Bulgarien).

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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