Christlich Liberale: Zu unserm Logo

Zu welchen absichtlich herbeigeführten „Missverständnissen“ es kommen kann, liebe Freunde, wenn wir das Logo der Christlich Liberalen nur schwarz-weiss kopieren, habe ich am gestrigen Tag bei einer Unterschriften-sammelaktion für „Rettet die Linie 58“ in Hietzing erfahren. Nicht das ich keinen Spass verstehen würde, aber:

Da fährt mich ein Mann an, dass das Deutschritterkreuz doch vom Deutschen Reich verwendet worden wäre.

Und als ich ihn darauf hinweise, dass es sich eigentlich um das Templerkreuz und nicht um das Deutschritterkreuz handeln würde, meint er:

„Ja, aber das Deutsche Reich hat es übernommen.“

Das war mir bis zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Habe es am Abend auch überprüft und festgestellt: Schlichtweg falsch!

Die Deutschen haben ausschliesslich immer nur das schwarze Tatzenkreuz, also das Deutschritterkreuz verwendet.

Anders die Monarchie in Österreich.

Ich möchte allerdings nicht unhöflich sein und meine einfach nur:

„Verzeihung. Das ist das Templerkreuz. Das stammt schon aus dem Jahr 1118. Ist also deutlich älter.“

Das ich auch weiss, dass es Nikolaus auch schon beim Konzil von Nicäa getragen hat, möchte ich bewusst nicht sagen.

Denn auch so kommt schon das Gegenargument:

„Ich finde es nicht gut, dass eine politische Gruppierung ein religiöses Symbol verwendet.“

„Verzeihung“, meine ich, „der Templer Ritterorden war und ist ein weltlicher und kein geistiger Orden“.

Womit sich mein Gegenüber wieder seinem Vorwurf des Deutschen Reiches zuwendet.

Ich entschliesse mich daher ihn noch einmal ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das Deutschritterkreuz schwarz, das Templerkreuz aber rot wäre.

Im Deutschen Reich niemals ein rotes Kreuz um Einsatz gekommen wäre.

Worauf mein Gegenüber meint: „Das Ding da auf dem Papier ist aber schwarz.“

„Grau“, korregiere ich, „Rot wird grau auf einer schwarz-weiss Kopie, nicht schwarz.“

Und zeige auf meinen Ausweis, den ich angesteckt habe.

Dort ist das Kreuz zweifelsfrei als rot ausmachbar.

„Das ist aber auch nicht klar als rot mackiert“, meint mein Gegenüber und ich frage mich langsam ob mein Gegenüber vielleicht Farben blind ist.

„Wir jedenfalls sind für Österreich“, meint er.

Und ich:

„Wir auch. Erstmalig wurde das Templerkreuz ja in Österreich bei der Wiener Revolution 1848 verwendet, als Franz Freiherr von Pillersdorf forderte, dass der Kaiser gemeinsam mit dem Volk regiere. Das Templerkreuz der Humanisten ist also ein wichtiger Teil der österreichischen Geschichte.“

„Ich bin Österreicher“, poltert mein Gegenüber noch einmal grantig und zieht davon.

Und ich, ich denke mir, dass man uns inzwischen offensichtlich wahrgenommen haben dürfte.

Bei so einer Hartnäckigkeit.

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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