Zum Teufel mit dem Adel?

Da fragt mich doch allen Ernstes am gestrigen Tag ein Bekannter, lieber Freunde, der dies irgendwo im Facebook aufgeschnappt haben dürfte, sie wissen ja, wie geduldig so social medias sind:

„Warum wir eigentlich von einer klassisch-liberalen, monarchistischen Partei zu den Ursprüng Grünen mutiert wären? Wieso eigentlich der Wandel?“

Und ich muss ihn wohl sehr verdutzt angeschaut haben: Denn er lacht.

Hat er mich also bei einer Lüge erwischt?

Verdutzt angeschaut, weil ich mir denke:

„Eigentlich eine seltsame Frage. Schlage im Wikipedia doch nach bei Nenning. Der war doch monarchistisch“.

Wikipedia: DDr. Günther Nenning

Der letzte Abschnitt seines politischen Lebens gehörte dem österreichischen Boulevard-Blatt Kronen Zeitung, in der er eine regierungskritische, ökologische und nationalpopulistische Linie vertrat. Weiters orientierte er sich zunehmend in Richtung des Monarchismus (diesbezüglich sprach er von sich selbst als „rosaroter Monarchist“) und der EU-Gegnerschaft.

Und dann erkläre ich ihm:

GRUENE sind monarchistisch

„Der Gründer der GRUENEN, DDr. Günther Nenning, war so wie Bruno Kreisky monarchistisch veranlagt. Unsere Erkenntnisse im Bezug auf das Staatsgründungsgesetz vom 21.10.1919 ist in Wahrheit ein alter Hut. Stand schon im FORVM. Beide vertraten die Auffassung: Man sollte die beiden Staaten zusammenführen.“

Wikipedia: Deutsch Österreich

Artikel 2 erwies sich bereits im Frühjahr 1919 als politisch irreal. Abweichend vom am 12. November 1918 gefassten Beschluss musste Deutschösterreich am 10. September 1919 im Vertrag von Saint-Germain dem von den Siegermächten geforderten Staatsnamen Republik Österreich und voller Souveränität gegenüber der deutschen Republik zustimmen, anders wäre kein Vertrag zustande gekommen. Diese Änderungen wurde von der Konstituierenden Nationalversammlung mit dem Gesetz über die Staatsform vom 21. Oktober 1919 beschlossen.[2] Im Gesetz wurde auch festgelegt, dass Deutschösterreich unter dem Namen „Republik Österreich“ kein Rechtsnachfolger des ehemaligen kaiserlichen Österreich ist.[3]

Staatsgründungsgesetz vom 21.10.1919

Erkläre dann aber auch noch weiter:

Christlich ist monarchistisch

Das ja wohl auch die Bezeichnung Christlich Liberale, also christlich und klassisch-liberale, bereits auf eine christliche Prägung und damit auf einen monarchistischen Ansatz schliessen lassen:

Joh 18,37
Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es: Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.

Denn: Der christliche Glaube, die Bibel ist monarchistisch.
Vor Allem aber auch Direkt Demokratisch:

Offb 20,6
Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

Von der Monarchie zur Republik

Was laut Schlegel, ja nicht ausschliesst, dass wir gleichzeitig auch Republikaner sind.
Friedrich Schlegel: Versuch über den Begriff des Republikanismus

Oder Franz Freiherr von Pillersdorf der 1848 fordert, dass der Kaiser gemeinsam mit dem Volke regiert:

Wikipedia: Pillersdorfer Verfassung

Dies in der Dezemberverfassung von 1867 sogar erreichte:
Wikipedia: Dezemberverfassung

Etwas, dass man 1918 ausschloss, in dem man den Adel zum Teufel jagte.

Und damit, von Seiten der damaligen Sozialisten (SPÖ) bis heute, ein inhomogenes Land hinterliess.

Schade!

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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