Man kann nicht nur in Mindestsicherungen denken

Auch wenn ich keinem Menschen in Österreich, liebe Freunde, die Mindestsicherung von EUR 875,- streitig machen möchte,  sie mag in zahlreichen Fällen notwendig sein, so wundert es mich doch, dass unsere Regierung mehr darüber nachdenkt, wie man die Mindestsicherung sichert, anstatt darüber, wie man Arbeitsplätze schafft.

Man Arbeit wieder lohnend gestalten könnte.

Ich meine, damit die Menschen letztlich überhaupt keine Mindestsicherung brauchen, weil sie sich selbst versorgen können. Die Arbeit sich wieder lohnt.

Denn:

Auch wenn im ersten Moment EUR 875,- durchaus viel klingen und manch Einer fragt, warum die Menschen bei „so hohen Bezügen“ überhaupt noch arbeiten gehen sollten, so ist diese Ansicht bei genauer Betrachtung nicht haltbar:

Das durchschnittliche Mietvolumen der Menschen in Wien liegt zum Beispiel zur Zeit bei knapp EUR 500,-. Tendenz steigend. Übrigens nach Abzug der Wohnungsbeihilfe.

Bedeutet also:

So bald der Mindestsicherungsbezieher die Miete gezahlt hat, bleiben ihm tatsächlich nur noch EUR 375,- für das Leben.

Davon müssen gute EUR 100,- oder mehr für Lebensmittel, EUR 48,- für Gas/Strom, EUR 48,- für die Monatskarte der öffentlichen Linien, EUR 48,- für Telekabel mit Internet ausgegeben werden, um dem Auftrag des AMS „Arbeitssuche“ auch ordnungsgemäss nachkommen zu können.

Denn: Ohne Arbeitswilligkeit gibt es auch keine Mindestsicherung.

Bleiben noch die Ausgaben für Kosmetika, Kleidung und Friseur, weil man ja nicht vollkommen zerfetzt zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen kann.

Nehmen wir noch einmal gute EUR 60,- im Monat.

Bleiben daher für den echten Luxusgüterbereich wie Gastronomie, Hifi und was es da noch alles gibt, ganze EUR 71,-.

Nicht mitberücksichtigt, wenn einer eine medizinische Versorgung braucht.

Zugegeben: Es gibt mit Glück eine Rezeptgebührenbefreiung. Gilt allerdings nur auf bestimmte Medikamente.

Und genau das bedeutet:

Wo bleibt da eigentlich nur ein Cent für eine Konsumation in einem Gastronomiebetrieb oder sonstigen Luxusgüterbetrieb wie Hifi etc.?

Die Wirtschaft hat de fakto also von den Mindestsicherung in Wahrheit nichts.

Sie muss aber von sämtlichen Steuerzahlern aufgebracht werden. Schwächt daher Klein- und Mittelunternehmer, die dann wiederum keine Arbeitsplätze schaffen können.

Und daher gebe ich den Kritikern der Mindestsicherung Recht, dass diese nur sehr begrenzt sinnvoll ist.

Nicht, weil die Menschen in der Folge, so wie oft behauptet, nicht arbeiten gehen wollten, sondern weil sich die Regierung auf der Aussage „Warum sollen wir Arbeitsplätze schaffen? Wir haben doch eh die Mindestsicherung“ ausruht.

Eine Mindestsicherung, welche, dies zeigt der Artikel, alleine, ich meine ohne Zusatzmassnahmen, bestimmt überhaupt keinem Menschen hilft.

Bedingungsloses Grundeinkommen und Projekt Arbeitswelt

Anders wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Ergänzt durch ein Projekt Arbeitswelt.

Also die Möglichkeit, sich EUR 5,-/Stunde im Rahmen einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung DAZU verdienen zu können, während man die KMUs nur mit EUR 8,50/Stunde belastet.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen mit Zuverdienstmöglichkeit.

Um in der Folge die Kaufkraft zu steigern, Die Klein- und Mittelunternehmer aber gleichzeitig zu entlasten.

Findet Ihr nicht?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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Eine Antwort zu Man kann nicht nur in Mindestsicherungen denken

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