Schon wieder ein Anschlag: In Manchaster

„Wie ich es heute früh eigentlich gemeint hätte“, hat mich wenig später mein Stellvertreter Gregor Ulrich gefragt, „dass ich nicht mehr über die IS Anschläge berichten möchte? Es wäre doch wichtig!“

Sicherlich, Freunde, es ist ein Wahnsinn, dass kaum noch eine Woche vergeht, in welcher die IS keinen Anschlag verübt und es soll nicht der Eindruck entstehen, dass mit die Opfer gleichgültig wären.

Ganz im Gegenteil:

Ich möchte sämtlichen Familien herzliches Beileid wünschen, welche Kinder oder Jugendliche bei dem Anschlag verloren haben.

Es geht mir auch nicht darum, dass man mir vor einigen Jahren, als ich darauf hinwies, dass sich gerade gewaltbereiter Islamisten sammeln, übrigens noch bevor die IS aktiv wurde, also bei ihrem Entstehen, ich einen Film von Anonymous mit dem Titel „Warnung an die österreichische und deutsche Bundesregierung“ veröffentlichte, man mir wenige Tage später die BVT, die Bundeszentrale für Versassungsschutz und Terrorismus zu einer Hausdurchsuchung in unseren Verlag verbeisandte, um festzustellen, ob ich zu Anonymous gehören würde.

Nicht um zu fragen, ob ich eigentlich wüsste, von welcher Gewalt Anonymous da spricht.

Hätte ich gewusst. Oder hätte es mir zumindest denken können:

Ich hatte zuvor ein paar Salafisten und auch bekennende IS Mitglieder in Geschäften in Wien bei meinen Crawding Touren angetroffen, die von den Vorbereitungen berichteten.

Nur sie kennen doch Österreichs polizeilichen Ermittlungen: Ist schon was passiert?

Wenn nicht, so sind nämlich der österreichischen Polizei die Hände gebunden. Verbrechen dürfen erst verfolgt werden, wenn sie geschehen sind. Eigentlich Schade!

Man mir sogar vorwarf, es wäre doch Herabschmälerung einer Religion, wenn wir davor warnen würden, dass es gewaltbereiten Islam gibt.

Nein, dass sind alles nicht die Gründe!

Sondern: Das ich den Eindruck gewinne, dass um so mehr berichtet wird, die Anschlagszahl steigt.

Weil es immer wieder Menschen gibt, die dadurch erkennen, dass sie in die Medien kommen können, indem sie mit solchen Gewalttaten aus dem Leben scheiden.

Und Selbstmörder bzw. Selbstmordgefährdete gibt es leider genug.

Gewalttaten, die gerade durch die Berichterstattung dann noch einmal extra herausgefordert werden.

So das sich in der Folge die IS wieder bekennen kann: Wir haben einen Anschlag verübt.

Wieder eine Werbung für die Terrororganisation „Islamischer Staat“.

Und das möchte ich vermeiden.

Ich weiss nämlich nicht, ob es für Selbstmordattentäter so interessant wäre, Anschläge zu verüben, wenn dies in keinster Weise publik würde.

Was meint Ihr?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Christlich Liberalen - Österreichs rot-grüner Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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2 Antworten zu Schon wieder ein Anschlag: In Manchaster

  1. Totschweigen hat nicht geholfen. Auch nicht das Leugnen dass der islamische Terror etwas mit dem Islam zu tun hat, ja letztlich dem Islam entspricht. Das Zudecken und die Lüge können die Lüge und den Hass nicht besiegen. Nur die Wahrheit macht frei.

    • Auch wenn es eigentlich dem Koran nicht entspricht, so scheint es allerdings tatsächlich grössere Gruppen zu geben, welche den Koran in ihrem Sinne so auslegen. Während die IS in Lybien immer noch kämpft, sind offensichtlich immer noch genug Mitglieder bereit, zur selben Zeit Anschläge in Europa zu verüben.

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