Das unbelehrbare Land: Ein Land voller Realitätsverweigerer

Oder Realitätsverweigerung?

Eigentlich hat es mich nicht gewundert, liebe Freunde, dass ich, übrigens als Bundesobmann der Christlich Liberalen-Österreichs rot-grüner Volkspartei, also de fakto der Nenning GRUENEN mit einem Shitstorm in Facebook gesegnet wurde, als ich ganz sachlich feststellte: Ich glaube an schwarz-blau unter Bundeskanzler Kurz.

Die Welt: Aktuelle Wahlumfrage Österreich

Dabei ging es hierbei in keinster Weise um persönliche Preferenzen, sondern ganz einfach um die derzeitigen Umfragewerte. Umfragewerte mit extrem grossen Abständen.

Die derzeit stärkste Mannschaft in den Umfragen ist nämlich mit grossem Abstand die „Liste Sebastian Kurz“ (35 Prozent).

Die sollte daher wohl auch den Bundeskanzler stellen.

Die zweitstärkste Mannschaft ist deutlich dahinter, aber immer noch weit vor der SPÖ, die FPÖ (26 Prozent).

Die bekommt daher den Vizekanzler.

Für das Ausland wäre da eigentlich Norbert Hofer geeigneter, weil dann die EU nicht so scharf richtet.

Und HC Strache, dem man international nachsagt, er wäre eher rechtslastig machen wir zum 2. Nationalratspräsidenten.

Denn: Wenn man sich die derzeitigen Umfragen anschaut:

35 Prozent Liste Kurz
26 Prozent FPÖ
20 Prozent SPÖ
8 Prozent GRUENE
5 Prozent NEOS

(Übrigens: In dieser Umfrage fehlen derzeit 6 Prozent.)

so bietet sich eigentlich nur diese Lösung an.

Nun gut, es ginge auch noch einmal schwarz-rot.

Aber: Verzeihung, das erscheint mir nicht besonders sinnvoll. Diese Koalition bringt schon seit Jahren nicht wirklich Etwas weiter.

Neu daran wäre eigentlich nur, dass hierbei diesmal Christian Kerns SPÖ  Sebastian Kurz zum Bundeskanzler machen würde.

Eine Regierungsform die inzwischen ja von Christian Kern auch schon ausgeschlossen wurde.

Nicht aber das in letzter Zeit häufig erwähnte blau-rot.

Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass Christian Kern HC Strache oder auch Norbert Hofer zum Bundeskanzler küren möchte. Der Zweitplatzierte aber nicht die SPÖ, sondern die FPÖ ist.

Alexander van der Bellen, das hat er ja schon angekündigt, so eine Regierung auch nicht angelobt.

Und ausserdem blau (26 Prozent) und rot (20 Prozent) derzeit überhaupt nur über 46 Prozent verfügen.

Daher gar nicht regierungsbildungstauglich sind.

Da wäre dann noch blau-rot-grün (53 Prozent) oder blau-rot-NEOS (51 Prozent) unter Bundeskanzler Strache oder Hofer, was aber sowohl die GRUENEN als auch die NEOS bereits ausgeschlossen haben.

Vielleicht auch noch schwarz-grün-NEOS, eine Regierung die derzeit allerdings auch nicht geht weil 35 Prozent Liste Kurz, 8 Prozent GRUENE und 5 Prozent NEOS auch wiederum nur 48 Prozent ergeben.

Und die Frage eben nach den fehlenden 6 Prozent.

Man sollte also realistisch bleiben.

Nicht gesichert zum Beispiel erscheint überhaupt, ob die NEOS noch einmal in den Nationalrat einziehen werden. 5 Prozent ist ja bekanntlich gerade die Hürde.

Das Team Stronach scheint zum derzeitigen Standpunkt ganz sicher ausgeschieden zu sein. Taucht in den Umfragen inzwischen meist schon gar nicht mehr auf.

Und eine rot-grüne Regierung, welche sich so mancher Linke wünschen würde, käme auf gerade einmal 28 Prozent.

Hat also in der Realität mit einer Regierungsbildung nicht wirklich viel zu tun.

Es hat mich aber auch nicht gewundert, dass mich manche Menschen auf diese trockene Betrachtung hin, schon wieder einmal in den Topf der Liste Kurz oder der FPÖ stecken wollten.

Weil das bin ich in Österreich gewöhnt. Realisten gehören eben in Schubladen.

Wenn man sich einfach sachlich hinsetzt und einmal betrachtet, was die derzeitigen Umfragen wirklich hergeben, dann musst Du schon Teil des Systems sein.

Wirst automatisch in diese Schubladen gesteckt.

Schau bloss nie über den Tellerrand.

Und weil sich unsere derzeitigen Politiker und Politikerinnen solche Überlegungen nicht machen, so erhalten wir von Drittplatzierten, der SPÖ, Aussagen wie:

Sie würden mit dem wahrscheinlich Wahlzweiten der FPÖ nicht zusammen arbeiten.

Erklären Parteien wie die GRUENEN, die momentan gerade einmal 8 Prozent haben, dass sie die Regierungsbeteiligung einer 26 Prozent Partei verhindern wollen.

usw.

Wie hat mir unlängst Einer in bestem Glauben gesagt:

Ist eh vollkommen wurscht. Kommt doch eh Alles aus Brüssel.

Ist zwar möglich.

Allerdings: Im Reformvertrag ist das so nicht vorgesehen.

Da liegt die Entscheidungslast auf den Ländern.

Und weil eben die Länder nicht mehr daran arbeiten ihrer Pflicht nachzukommen, das Land sinnvoll zu verwalten, deswegen scheitert wahrscheinlich gerade die EU.

Ist mit Grossbritannien schon das erste Land aus der europäischen Gemeinschaft wieder ausgetreten (BREXIT).

Sie meinen das wäre ein Vorurteil?

Nein, das sind Fakten.

Anders, als wenn uns Bundeskanzler Kern mit 20 Prozent erzählt, mit wem er nach der Wahl weiterregieren will.

Findet ihr nicht?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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