Christlich Liberal oder Menschlich Liberal?

Eigentlich finde ich es langsam lustig, liebe Freunde, dass immer wieder die Diskussion auftaucht, ob wir die Partei nun eigentlich Christlich Liberale oder Menschlich Liberale nennen sollten. Sie erinnern sich das wir fast die selbe Diskussion schon zur Zeit der Christlich Sozialen hatten. Weil die Einen die Meinung vertreten, dass sie die anderen Religionen nicht ausgrenzen wollen, während die die für christlich sind, es von der goldenen Regel, dem „Liebe Gott den Herrn, der Alles gemacht hat und Deinen Nächsten, auch Deine Feinde, wie Dich selbst ableiten“.

Also gar keine Ausgrenzung betreiben. So das ich christlich auch nicht für unmenschlich ansehe.

Genau genommen beide Seiten also genau das selbe wollen nur einfach anders formuliert.

Ich selbst habe ja den Begriff Christlich Liberale in Wahrheit aus einem ganz anderen Grund gewählt. Nicht um auf die christliche Religion hin zu weisen, das vielleicht auch, sondern weil dies der Arbeitstitel Franz Freiherr von Pillersdorf und der Humanisten des Jahres 1848 im Rahmen der Wiener Revolution gewesen ist.

Ich auch heute wieder die Meinung vertrete, dass der Kaiser, oh entschuldige, die heute fast wieder absolutistisch agierende Bundesregierung, zumindest wenn man sich deren Umgang mit Volksbegehren und Petitionen anschaut und man uns nicht immer wieder mit Reichsbürgern verwechselt, gemeinsam mit dem Volk regieren sollte.

Oder wie es die Kelsen Verfassung von 1928 in Artikel 1 besagt:

Österreich ist eine demokratische Republik. Das Recht geht vom Volke aus.

Wobei es mir hierbei nicht langt, dass man Volksbegehren und Petitionen, also Bittgesuche stellen darf, über welche sich die Bundesregierung in der Folge lustig macht, bis sie in der nächsten Schublade verschwinden, sondern ich für Volksentscheide so wie in der Schweiz wäre.

Also die Meinung vertrete:

Letztentscheider bei Gesetzen und in der Entwicklung Österreichs sollte eigentlich das Volk, der Steuerzahler, sein. Denn wer zahlt schafft an.

Was für mich aber und da bin wieder ich christlich geprägt, auch eine Folge der goldenen Regel ist. Weil um im Auftrag des Volkes zu handeln, da bedarf es ausreichenden Respekt.

Und weil ich meine, wenn ich meinen Nächsten wie mich selbst liebe, dann werden mir auch seine Ansichten gleich wichtig sein, wie meine politischen Ideen.

Darum bin ich durchaus auch für eine christliche Gestaltung der Gesellschaft.

Findet Ihr nicht?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Christlich Liberalen - Österreichs rot-grüner Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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