Christlich Liberale: Die GRUENEN hätten viel zu reparieren

Und das nicht nur im Bereich Image. Nein. Eigentlich im ganzen Staat. Artikel 1 : „Österreich ist eine demokratische Republik. Das Recht geht vom Volke aus.“ – Verfassung oder Geschichte?

Die Frage ist nur: Sind es dazu die Richtigen?

Ich frage mich nämlich, liebe Freunde, ob es denn Eva Glawischnig bewusst ist, dass es über viele, viele Jahre mehrere GRUEN Gruppierungen in Österreich gegeben hat, die GRUENE Alternative, die bürgerlichen GRUENEN, die Vereinten GRUENEN Österreich, welche sich letztlich nur zu einer Wahlgemeinschaft zusammen schlossen.

Das sich aber die GRUEN Parteien niemals aufgelöst haben. Ja, so wie im Rahmen der Plattform Direkten Demokratie auch mal eigenständig zu Wahlen antraten. Dann, wenn kein Konsens zu finden war.

So das zwar die GRUENEN bisher ein Sammelbecken aller GRUEN Gruppierungen verkörperten, niemals aber eine einheitliche Partei.

Frage mich, ob es Eva Glawischnig bewusst war, dass sie mit der Nominierung Alexander van der Bellens als Bundespräsidentschaftskandidat einen Keil zwischen die Bewegungen schob.

Weil sich die anderen GRUEN Gruppierungen nicht gefragt fühlten:

.) APA OTS: Alexander van der Bellen für EU-und Globalisierungs-Kritiker sowie Neutralitäts-Befürworter unwählbar!
.) Junge GRUENE warnen vor Fehleinschätzung van der Bellens

Frage mich daher auch, was die Aussage „Der Name GRUENE gehört mir“, so wie es Eva Glawischnig gestern in der Sendung „Zentrum“ auf den Tisch gebracht hat, wirklich bedeuten soll?

Zugegeben. Jahre lang kein Problem, weil:

Es gab ja die Basis- und Direkte Demokratie.

Jetzt aber kommt es noch schlimmer.

Der Grund, warum sich die verschiedensten GRUENEN Bewegungen Jahre lang in ein und dem selben Modell, einer GRUENEN Plattform sammeln konnten, war die Tatsache, dass es sich um ein basis- und direkt demokratisches System handelt.

Es gab aber niemals einen Zeitpunkt, in dem sich sämtliche GRUEN Bewegungen in allen Fragen einig waren. Man brachte die Themen einfach ein.

Wenn also jemand einen Vorschlag unterbreiten wollte, so suchte er sich Verbündete und machte das Thema zu einem Abstimmungsthema.

Und wurde dieses Thema von der Mehrheit angenommen, also erfolgreich behandelt, so war es auch schon Teil des Parteiprogramms. Auf Bezirks-, Landes- oder Bundesebene.

Erst in der europäischen Union brach diese Vorgehensweise zusammen.

Unser Vorwurf an Deutschland

Brach zusammen, weil nämlich die deutschen GRUENEN anders als unsere österreichische Bewegung schon von Anfang an nicht auf Basis- und Direkt Demokratie gebaut hatten, sondern rein nur auf den Schwerpunkt:

Vertretung der Menschenrechte.

Dies aber hierarchisch strukturierten. Es prallten also zwei Systeme aufeinander.

Es ist also angesichts des von Alexander van der Bellen geforderten Zentralstaats Europa nicht  verwunderlich, dass die eigentliche Forderung Flora Petriks „Rückkehr zur Demokratie“ nur auf wenig Gegenliebe stösst.

Es ist aber ganz genau der richtige Zeitpunkt diese Forderung zu stellen!

Der Zeitpunkt in welchem man sich fragen muss:

Was eigentlich ist für Österreich GRUEN?

Dann nämlich, wenn man von Eva Glawischnig und der heutigen GRUENEN Führungsmannschaft vernimmt, es könne nur noch eine Linie geben, oder aber „Was zu vertreten ist, bestimmt die Partei“, ja dann sind die GRUENEN eigentlich auch nicht mehr wirklich besser, als die ganzen anderen hierarchischen Parteien.

Dann geht der ursprüngliche Gedanke der GRUENEN eines DDr. Günther Nennings verloren.

Dann sind die GRUENEN eine ganz normale 0815 Partei. Und ich glaube, dass ist der Grund, warum wir Christlich Liberalen, uns nicht als GRUENE bezeichnen lassen wollen.

Denn: Wir glauben an die ursprünglich GRUENE Idee.

Wir träumen von den alten Zeiten. In denen Basis- und Direkte Demokratie noch galten. Das Recht noch vom Volke ausging.

Christlich Liberale sind also GRUENE?

Wir vielleicht Schon. Wenn man sich anschaut mit wievielen GRUEN Bewegungen wie Global 2000, Avaaz, Greenpeace, Rettet den Regenwald etc. wir zusammenarbeiten.

Man unseren christlich-humanistischen Ansatz richtig versteht.

Aber die heutigen GRUENEN?

Denn für uns gilt:

Einer denkt, zwei denken mehr, alle miteinander finden die Lösung.

So wie es in den Anfangstagen der GRUENEN, als man sich noch nicht fragte:

Und was sagt die Hierarchie?

eben gewesen ist.

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Christlich Liberalen - Österreichs rot-grüner Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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