Feminismus und die Menschenrechte

Eigentlich erstaunlich, liebe Freunde, dass man trotz der Menschenrechtscharta 1948 der Vereinten Nationen bis zum heutigen Tage in der Politik über Frauenquoten diskutieren muss, man darüber redet, ob die Frau eigentlich das Gleiche verdienen sollte oder es ewig lange gebraucht hat, bis die Frau das Frauenwahlrecht erhielt. Der Grund, warum es heute Frauen gibt, welche die Meinung vertreten, dass es einer gesonderten Frauenpolitik bedarf.

Dabei wäre diese unserer Meinung nach gar nicht notwendig, wenn man sich endlich einmal daran gewöhnen würde, die Menschenrechte auch einzuhalten. Akzeptieren würde, dass alle Menschen gleich sind. Alle Menschen. Auch die Frau.

Die Rolle der Frau im christlichen Glauben ist übrigens sehr vielspältig.

Sie reicht von Eva, die ihrem Mann Adam den Apfel gab, was dazu führte, dass man aus dem Paradies verwiesen wurde. Eine Frau, die Gott, so die Bibel geschaffen hat, um den Mann zu unterstützen:

Tob 8,6
Du hast Adam erschaffen und seine Frau Eva zur Hilfe und Stütze, und aus beiden erstand das Geschlecht der Menschen. Und du sagtest: »Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, wir wollen ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.«

Erklärt im Markus Evangelium, dass die Frau das Oberhaupt der Familie ist:

Mk 10,7
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen,

Und die Behauptung der römisch-katholischen Kirche, es hätte in der Urkirche keine Frauen am Altar gegeben, lässt sich so auch nicht halten.

Apostelgeschichte 16,14-15
14 Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde.
15 Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns.

Denn Lydia war die erste Gemeindeleiterin von Thyatira.

Feminismus als Teil des Kampfs für die Menschenrechte, ein Thema also, welches in der Politik sicher nicht fehlen sollte, aber ohne hierbei eine Gruppe von Menschen, die Frauen, gesondert zu behandeln.

Artikel 1 (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit)
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2 (Verbot der Diskriminierung)
Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Denn wenn die Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948 in vollem Umfang Gültigkeit erlangt, ja genau dann wäre der Feminismus gar nicht notwendig.

Findet Ihr nicht?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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