MIT: Türkei hat einen Auslandsgeheimdienst

Nun ist es also so weit, liebe Freunde, dass man den gesamten türkischen Auslandsgeheimdienst, die MIT, nicht nur bis nach Europa verfolgt hat, nein, das Netzwerk bis Australien bekannt ist, sondern das hierbei auch festgestellt wurde:

Erdogan sammelt Informationen auf der ganzen Welt.

Und das ist sowohl KRONE als auch KURIER, die anderen Zeitungen fanden das Thema Gott sei Dank nicht als so wesentlich, doch glatt eine dicke, fette Schlagzeile wert.

.) KRONE: Diplomaten und Imame als Spitzel- Netzwerk aufgedeckt: So spioniert uns Erdogan aus
.) KURIER: Erdogans Spitzelnetzwerk reicht von Europa bis nach Australien

Erstaunlich eigentlich, dass die Medien von einem Spitzelnetzwerk von Erdogan reden, anstatt von einem türkischen Auslandsgeheimdienst, obwohl wahrscheinlich niemand auf die Idee gekommen wäre, beim NSA vom Geheimdienst Donald Trumps, oder beim BND von dem von Angela Merkel zu reden.

Da ist es den Menschen bewusst:

Die meisten Staaten der Welt verfügen über einen In- und einen Auslandsgeheimdienst.

Und wenn diese nicht gerade die Politiker/innen der anderen Staaten bespitzeln, so ist dies meist einer Zeitung auch kein Wort wert.

Nur bei Erdogan: Da ist das anders.

In Österreich übrigens heissen die selben Dienste Heeresnachrichtenamt (HNA) und Heeres Abwehramt (HAA), für den Verfassungsschutz „Bundeszentrale für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung“ (BVT) und agieren und das obwohl Österreich ein angeblich neutraler Staat ist, ansonsten genau wie alle anderen Dienste: International.

Sind bei einem jeden UNO Einsatz zu finden. Ohne das sich jemand darüber beschwert.

Und wenn von Seiten der USA der NSA, von Seiten Russlands der KGB, oh Verzeihung, der heisst ja heute FSB, oder von Seiten Deutschlands der BND zum Einsatz kommen:

Dann erfährt man nur dann davon, wenn das Handy Angela Merkels abgehört wird. Man also die Schranke „Wir holen uns Informationen aus Eurer Bevölkerung“ eben übersteigt.

Denn, ansonsten erscheint es einem Jeden klar:

Staatspolitiker/innen treffen ihre Entscheidungen eben auf Basis der Informationen, welche ihre Dienste besorgen.

Die und da möchte ich den Kritikern Erdogans momentan Recht geben, im Rahmen der Türkei offensichtlich als nicht besonders hochwertig zu werten sind.

Weil man ja ansonsten Erdogan mit Sicherheit hätte warnen können:

Wenn Du die Pressefreiheit in der Türkei einschränkst, ausländische Journalisten/innen verhaftest, dann wird die Welt böse. Da gibt es selbst Spannungen mit Deinen engsten Vertrauten. Wird noch nicht einmal Russland tatenlos zusehen.

Und: Du verlierst den Kontakt zur USA. Da wird auch die NATO, die übrigens darauf besteht, dass Europa mit 2 Prozent des BIP die amerikanische Waffenlobby fördert, sauer.

Und wenn Du das präsidentialle System stärken willst, dann landest Du in der internationalen Presse.

Übrigens: Meistens ein Teil dieser Sicherheitsapparate.

Das Erdogan also schlecht beraten wird, seine Geheimdienste eigentlich bei der Arbeit versagen, ist etwas Anderes als plötzlich überrascht zu tun, dass er überhaupt über Geheimdienste verfügt.

Bleibt noch die Frage, warum man das Thema so hoch spielt?

Weil dieser Geheimdienst offensichtlich auch noch über ein Leck an oberster Stelle verfügt.

Denn: Wie kommt man ansonsten zu Daten von Agenten von Europa bis Australien?

Was meinen Sie?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Christlich Liberalen - Österreichs rot-grüner Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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