Wo ist das Kaisertum Österreich?

Nachdem mich immer wieder Menschen, die mitbekommen, dass sich die Christlich Liberalen für die Dezemberverfassung von 1867 einsetzen, fragen, wo denn nun eigentlich das Kaisertum Österreich wäre:

Na, mitten unter Euch.

Als nämlich am 11.11.1918 Karl I von den Deutschösterreichern (heutige SPÖ) aufgefordert wurde, dass er mit Bleistift mitten während seines Urlaubs die Verzichtserklärung auf die Mitregierung unterschreiben sollte, eine persönliche Entscheidung, dass er vom 6 Augenprinzip Kaiser-Oberhaus-Abgeordnetenhaus Abstand nehmen würde, sprich: Die Demokratie eingeschränkt werden würde, ging man ja von Seiten der Deutschösterreicher noch davon aus, dass man ihnen in St. Germain genehmigen würde, sich Deutschösterreich zu nennen und sich an Deutschland anzuschliessen. Sprich: Man erwartete einfach eine Übergangszeit.

In der Folge eine Eingliederung in das damals noch bestehende Deutsche Kaiserreich.

Dem eigentlich Zweck des Putschversuchs.

Man verkündete laut, die Deutschösterreicher hätten den 1. Weltkrieg beendet, sichtbar falsch, denn das gelang ja bereits am 3.November 1918 dem General der k & k. Armee, dem Edlen Viktor Weber von Webenau als Leiter der von Karl I. bereits 1916 eingesetzen Waffenstilstandskommission  und fuhr guter Muts nach St. Germain.

Wurde dort aber in keiner Weise positiv aufgenommen.

Es wurde den Deutschösterreichern, heute würde man sagen einem bunten Haufen von Putschisten mitgeteilt, dass man ganz einfach nicht als Vertreter des Kaisertums Österreich wahrgenommen würde. Ja bereits seit dem 3.November ein Friedensvertrag bestehe.

Ja, man von Seiten der Siegermächte noch nicht einmal bereit wäre Verhandlungen zu führen.

Erst das versprochene Geschenk Südtirol an die Italiener zeigte der Gegenseite, dass nun doch deutlich mehr von Österreich zu holen wäre, als man ursprünglich erwartet hatte.

Denn: Immerhin war es der k & k Armee ja vor den Verhandlungen in der Villa Guisti in Meran gelungen, die Linie von der Isonzo zur Piave zu verlagern.

Man befand sich zum Zeitpunkt des Waffenstilstands also im Vormarsch.

Erst die Geschenke dürften dazu beigetragen haben, dass man in St. Germain die Meinung, man würde die Deutschösterreicher ganz ablehnen zum Teil refidierte.

Diesen  zwar nicht die Rechte zugestand, sich Deutschösterreich zu nennen oder sich an Deutschland anzuschliessen oder sich Rechtsnachfolge des Kaisertums Österreich zu betrachten, als Besatzungsmacht die Geschenke verteilte, waren die Deutschösterreicher den Ententen Mächten allerdings Recht.

Sprich: Man überliess das Kaisertum Österreich in die Verwaltung einer Besatzungsmacht namens „Republik Österreich“.

Die dies ja auch im Staatsgründungsgesetz vom 21.Oktober 1919 eindrucksvoll dokumentiert:

 

Artikel 1
Deutschösterreich in seiner durch den Staatsvertrag von St. Germain bestimmten Abgrenzung ist eine demokratische Republik unter dem Namen „Republik Österreich“. Die Republik übernimmt jedoch – unbeschadet der im Staatsvertrag von St. Germain auferlegten Verpflichtungen- KEINERLEI RECHTSNACHFOLGE nach dem ehemaligen Staate Österreich, das ist in den „im Reichsrate vertretenen Königsreiche und Ländern“.

Bedeutet wohl:
Das Kaisertum Österreich ist immer noch da, ja da, wo es immer gewesen ist. Es ist nur besetzt.

Oder?

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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