Die „Reichsbürger“-Prozesse sind berechtigt

Auch wenn ich immer noch darüber unglücklich bin, liebe Freunde, dass man diese Prozesse ausgerechnet „Reichsbürger“-Prozesse nennen muss, wie soll sich denn ein anständiger Bewohner des Kaisertums Österreich sonst bezeichnen, als als Reichsbürger, so muss ich doch einmal ganz offen zugegeben: Die „Reichsbürger“ – Prozesse sind berechtigt.

Die Souveränen nämlich, Freemans und wie sie alle heissen mögen, ja selbst die deutschen Reichsbürger, hinterlassen nämlich den Eindruck, dass das Kaisertum Österreich über keine Gesetze verfügt hätte.

Ja man damals hätte tun und lassen können, was man wollte.

Und das ist sicherlich nicht richtig.

Die Gesetze waren vielleicht weniger dicht gesteckt als heute und Manches das man heute unter Strafe stellt, wäre damals nicht bestraft worden, es ist aber auch nicht wegzuleugnen, dass die Gesetze die es gab zu deutlich höheren Strafen führten.

Und das ist auch ganz gut so.

Denn: Nur dann haben sie abschreckende Wirkung.

Kein Mensch wäre vor 1918 auf die Idee gekommen, seine Steuern nicht zu bezahlen, oder so zu tun, als bestände keine Steuerpflicht, sondern man wurde dazu veranlasst die Steuerschulden abzuarbeiten.

Die Steuern waren niedriger 10 prozentiger Einheitssteuersatz, aber verpflichtend.

Wenn man nicht in der Lage war, diese zu bezahlen. Dann diente man der Allgemeinheit.

Und wenn einer seine Steuern hätte zahlen können aber nicht wollte, so landete er ungeschaut im Schuldturm.

Dort blieb er dann sitzen, bis jemand seine Steuerschuld tilgte.

Kein Mensch hätte sich getraut die Amtshandlungen eines Polizisten in Frage zu stellen, sondern man hätte versucht, mit dem Amtsorgan zu kooperieren.

Denn: Auf die Missachtung von Amtsorganen konnten langjährige Haftstrafen in besonders krassen fällen, tätiger Angriff auf Amtsorgane, sogar der Galgen warten.

Und weil dies die Menschen wussten, so hatten sie auch noch Hochachtung vor dem Staat. Hatten Hochachtung vor den Amtsorganen.

Wenn heute also Freemans, Souveräne oder auch sogenannte Reichsbürger sich auf die Gesetzgebung vor 1918 berufen, gleichzeitig aber tun und lassen, was sie wollen, ja, vielleichts sollte man sie dann einfach nach der Gesetzgebung vor 1918 verurteilen.

Denn: So wie diese Gruppen dies momentan vorzeigen, so könnten Menschen glauben, vor 1918 bestand Anarchie.

Und das kann in keinster Weise einer monarchistischen Strömung förderlich sein.

Oder?

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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