Wie wird man eigentlich obdachlos?

Ganz ehrlich, Freunde. Nachdem man mich dann wenn ich darauf hinweise, dass der Liberale Bote ursprünglich die Zeitung der österreichischen Obdachlosen gewesen ist, häufig schief anschaut, man mich fragt, wie man eigentlich obdachlos werden kann, dann von Tschankis und Alkoholikern spricht, habe ich mich entschlossen einfach einmal auf die Frage einzugehen: Wie wird man obdachlos?

Sicher, ich könnte mir die Antwort auf die Frage leicht machen und auf die Bibel verweisen. Dort ist die Grundlage: Politische Verfolgung.

Lk 9,58
Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.

Denn ob Jesus wirklich obdachlos, also so wie in dem bekannten Lied „Man sagt er war ein Gammler“, Sandler gewesen ist? Ich weiss es nicht.

Und vor Allem: Es interessiert wohl keinen Menschen, wie man in der Bibel obdachlos werden konnte.

Nein, es geht um das Heute.

Ab 1918

Da sprechen die Menschen in Österreich immer von Langzeitobdachlosen. Und wenn ich dieses Wort höre, nun, dann fällt mir die Zeit nach 1918 ein.

Die Zeit in welcher man den Adeligen ihren Besitz wegnahm. Es schon ausreichte ein „von“ im Namen zu haben und alles war weg. Man in Schlössern und Burgen ganze Wohngemeinschaften, ja richtige Arten von Dörfern, von Seiten der Deutschösterreicher, ja der Sozialisten, auflöste.

Sich in der Folge kein Mensch fragte, was aus den dort lebenden Menschen werden würde. Weder aus den Adeligen noch aus den sogenannten „Leibeigenen“. Eigentlich Obdachlose, die der Adel eingeladen hatte, in den Herrscherhäusern mitzuleben. Sich niemand fragte, wie die dort lebenden Menschen den Winter überleben würden. Nein, Hauptsache man enteignete sie.

Diese Menschen waren in der Folge obdachlos. Obdachlos und wie heute die Obdachlosen geächtet.

Obdachlosigkeit heute

Ich gebe ihnen aber Recht. Sie haben mich weder gefragt wie man 1918 noch zur Zeit Jesu obdachlos werden konnte.

Nein, wie geht das heute.

Nun: Am Besten ist sie besitzen ein Eigentum.

Gleichgültig nämlich ob sie Unternehmer sind, da wird bei einer Pleite ihr Eigentum einfach beschlagnahmt, damit sie überhaupt eine Mindestsicherung erhalten können oder aber bei einer Scheidungsrate 1:2, bei welcher meist die Männer die Häuser oder Wohnungen verlassen müssen, weil es die Gerichte einfach so fordern.

Der beste Weg um obdachlos zu werden, ist:

Sie besitzen Etwas das man ihnen weg nehmen kann.

Und wie 1918 ist im Fall von Verlust von Eigentum von Seiten des Staates keine Lösung vorgesehen. Wer Eigentum erwirtschaftet hat, muss doch auch Rücklagen bilden können.

Auf dem Land ist das übrigens bis heute zu Tage das Selbe. Kommen Sie ja nicht mit ihren Steuerleistungen in Rückstand, oder können einmal dem Raiffeisenverband nicht zahlen, sonst werden sie vom Hof vertrieben.

Hofpfändung nennt sich dieses Spektakel. Die Höfe werden dann zwangsversteigert.

So das dem Bauern nur noch ein Bruchteil bis nichts mehr von seinem ursprünglichen Habe verbleibt. Einmal Ernteausfall und es ist vorbei.

Das klassische Vorurteil

Womit wir zu dem klassischen Vorurteil Drogen und Alkohol kommen wollen.

Das angesichts solcher Verhältnisse in Österreich Menschen zum Nachdenken und dann zu keiner Lösung mehr kommen, weil sie sich Sorge machen, ihre Ehe könnte scheitern oder ihre Firma könnte Pleite machen und dann zur Flasche greifen oder Drogen nehmen, weil sie einfach ihre Ängste betäuben wollen, ist wahr. Und: Das ist bestimmt keine Lösung.

Aber wenn man all das weiss, was hier in Österreich passiert, fast schon verständlich.

Siegmund Freud hat einmal gemeint: In einer Psychiatrie sitzen keine dummen Menschen. Zu einer Depression gehört ein geeignetes Quantum an Intellegenz.

Und dennoch: Es bleiben bis heute die Argumente der Deutschösterreicher.

Diejenigen, die aus Gründen des Willens auf Selbstbereicherung die ersten Obdachlosen schufen.

Wer obdachlos wird, ist selber schuld.

Sich daher mit Händen und Füssen gegen die Schaffung einer geeigneten Scheiterkultur, so wie von uns Christlich Liberalen gefordert, wehren.

Einmal ein Obdachloser, immer ein Obdachloser. Das bestimmt das System.

Rückkehr ist schwierig

Denn wenn man sich den Baustil von Obdachlosenheimen, die nach und nach errichtet werden so anschaut, so hat dort ein jeder ein 6 m² Zimmer.

Also: Ungefähr so gross wie eine Gefängniszelle.

Damit es den Menschen bewusst wird: Das System hat Dich klein gekriegt.

Denn auch heute noch liegt es häufig an Fehlern des Systems. Werden Obdachlose aus den Bereichen, die sich trauten selbstständig zu sein oder aber sich Etwas zu schaffen, zu Vorzeigearmen dekradiert.

Armen ohne Rückkehrchance. Denn: Österreich kennt keine Scheiterkultur.

Verstehen Sie nun, warum wir Christlich Liberalen mit der Forderung nach einer echten Scheiterkultur, mit einem Kampf für die Obdachlosen, einen Störfaktor bilden?

Eben!

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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