Christlich Liberale: Braucht Österreich eine neue Partei?

Ganz ehrlich; Freunde. Da hat man mich doch am gestrigen Tag tatsächlich Einer gefragt, ob ich die Meinung vertreten würde, dass Österreich eine neue Partei braucht. Wir hätten eh so viele.

Ob denn die Christlich Liberalen nicht genauso, wie die meisten Kleinparteien, eben eine Partei in der Parteienliste wären.

Weil man, wenn man in Österreich schaut, ja sowieso schon 650 Parteien findet.

650 Parteien die eigentlich niemals zu Wahlen antreten. Oder, wenn sie zu Wahlen antreten, sich selbst den Wind aus den Segeln nehmen, so  wie etwa die CPÖ, das NFÖ oder aber die Freidemokraten.

Knapp vor den Wahlen auftauchen, dass zu streiten beginnen, den eigens geleisteten Aufbau wieder zerstören und sich dann darüber beschweren: Unser Wahlsystem wäre nicht fair.

Also auf Eure Frage:

Nein, Freunde, ich glaube nicht das Österreich einer neuen Partei bedarf. Zumindest nicht nur einer Partei.

Ich glaube daran, dass Österreich eines vollkommen neuen Systems bedarf.

Einer neuen Gesamtausrichtung der Politik.

Weg von „Was Brüssel sagt ist Befehl“, hin zu „Einmal schauen, was das Volk von uns erwartet“.

Lippenbekenntnisse wie dies Alexander van der Bellens, „Dem Volk dienen“ während dem er selbst bekundet Österreich in einem Zentralstaat aufllösen zu wollen, sollten längst der Vergangenheit angehören.

Ich glaube, dass wir Politiker bräuchten, die nicht die EU in Österreich, sondern das österreichische Volk in der EU vertreten.

Und dies auch fortsetzen, selbst wenn man sie bedroht, oder besticht.

Ganz einfach, weil sie wissen: Wir sind Politiker/innen. Wir sind Volksvertreter/innen.

Und ich glaube daran, dass es notwendig ist, in Österreich sämtliche Bürger und Bürgerinnen zu vertreten und das kann nicht heissen:

Wir ignorieren, dass wir zur Zeit eigentlich aus zwei Staaten bestehen.

Man stillschweigend davon ausgeht:

Wir haben das Kaisertum Österreich so dezimiert. Darum interessiert es uns nicht.

Um nunmehr eigentlich zu einem Zeitpunkt, wo man ein Vereintes Europa nur dann schaffen könnte, wenn die Menschen es mit tragen, meint man:

Wisst ihr was. Nicht nur der Adel war zu dumm und hat nichts unternommen. Nein, das Volk ist zu dumm zur Direkten Demokratie.

Womit unsere Politik klar bekennt:

Sie betrachtet sich nicht als Teil des Volkes. Sie sehen sich nicht als Volksvertreter/innen.

Würden Sie dies tun, würden sie ja damit sagen: Wir sind die Obertrottel.

Ich möchte daher trotz der Tatsache, dass Österreich schon 650 Parteien hat, die Frage „Braucht Österreich eine neue Partei?“ dennoch bejahen.

Bejahen, weil ich ansonsten nicht wüsste, wer dieses neue System vertritt. Es aufbauen sollte. Zum System Volksvertretung zurückkehre würde, ohne dabei Angst zu haben, sich selbst als Obertrottel zu sehen.

Und genau dafür wäre derzeit eine weitere Partei wirklich notwendig.

Finden Sie nicht?

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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