Wir wählen den Kaiser: Tausend Fragen

Nachdem sich, Freunde, seitdem ich die „Wir wählen den Kaiser-Demo“ am 11.11.2016 um 18 Uhr auf den Ballhausplatz in die Volksgartennische angelegt habe, immer mehr Menschen darüber beschweren, dass doch die Templer, wenn sie keine adelige Leitung hätten sich nicht für den Kaiser stark machen dürften, habe ich mich entschlossen einmal meine Geburtsurkunde, oder bewusst nur den wesentlichen Ausschnitt daraus, zu präsentieren. Sie zu meinem heutigen Thema zu machen.

Erstaunlich nämlich, dass sich kein Mensch darüber wundert, man mir gestern wieder bestätigt hat, dass viele Ingmar von Österreich, so nennt sich mein jüngerer Bruder, für den gültigen Kaiseranwärter, manche sogar für den Kaiser halten, wenn aber sein älterer Bruder, der dann ja eigentlich, sollte mein Bruder Recht haben, der tatsächlich  Erbberechtigte wäre, eine Kaiser-Demo ansetzt, man sich fragt:

Darf er das überhaupt?

Sich fragt, ob dieser eigentlich adelig ist, obwohl sowohl der Vater als auch die Mutter genau die selben sind.

Auch ich der Grossneffe des Edlen Viktor Weber von Webenau bin. Dem Mann, der am 3.November 1918 in der Villa Guisti in Meran den 1. Weltkrieg beendete. Hierfür übrigens am 27.6.1922 vom Kapitel mit dem Maria Theresien Orden ausgezeichnet wurde.

Ich nur am 10.September 1967 also gut 2 1/2 Jahre früher in Bergen-Enkheim Kreis Hanau das Licht der Welt erblickte. Wer es übrigens nicht weiss: Mein Bruder wurde am 29.4.1970, dann aber schon in Wien geboren.

Möchte all diejenigen, die sich immer wieder darüber beschweren, dass ich behaupte ich wäre eigentlich ursprünglich ein Deutscher gewesen, ich müsste also ein Nazi sein, einmal in Frage stellen und danach fragen, ob ich Bergen-Enkheim Kreis Hanau nun  ihrer Meinung nach eigentlich zu österreichischem Gebiet erklären solle?

Dort nämlich lebten Dipl. Ing. Georg Peitl und Studienreferendarin Helga Peitl geborene Behaghel von Flammerdinghe 1967. Erst seit 1970, seit unserer Rückkehr nach Österreich bin in Österreicher.

Was mich allerdings nicht daran hindert, die Meinung zu vertreten, all das was Deutschösterreichische Ambitionen betrifft abzulehnen. Die Ansicht zu vertreten: Österreich war ursprünglich ein bayrisches Lehen an die Babenberger.

Wir gehören nicht zu Deutschland.

Ich bin aber, dass haben mir Andere vorgeworfen, auch nicht Deutschland feindlich, sonst hätte ich mit Charli Wolf nicht einen Botschafter in Essen.

Mein Bruder hat mich inzwischen gefragt, ob ich mit der Kaiser-Demo am 11.11.2016 eigentlich alles kaputt machen wolle und nein, dass will ich nicht.

Ich sehe aber auch nicht ein, warum ich Anweisungen meines um 2 ½ Jahre jüngeren Bruders entgegennehmen sollte, der mich, mit Verlaub noch nicht einmal gefragt hat, ob er sich Ingmar von Österreich nennen darf.

Warum es mich dennoch nicht aufregt?

Weil ich die Ansicht vertrete, dass am 11.11.1918 die Dezemberverfassung in Österreich galt, das zu diesem Zeitpunkt das Kaisertum Österreich also eine konstitutionelle Monarchie gewesen ist und selbst vor der Verfassung in Österreich bei Ausscheiden eines Kaiserhauses das neue Herrscherhaus, siehe das Haus Habsburg, gewählt wurde.

Laut Dezemberverfassung muss übrigens der neu gewählte Kaiser selbst im Falle von Erbschaft durch das Oberhaus bestätigt werden.

Und daher getraue ich mich an diesem Tag, am 11.11.2016, 18 Uhr am Ballhausplatz  eine „Wir wählen den Kaiser-Demo“ zu veranstalten, die übrigens inzwischen von der Veranstaltungspolizei auch genehmigt wurde.

Zum Gedenken daran, dass genau an diesem Tag vor 98 Jahren Kaiser Karl I. mit einem Bleistift die Verzichtserklärung in Schönbrunn unterschrieb.

Zum Gedenken daran, dass erst Otto von Habsburg 1961 gegenüber Bruno Kreisky und Julius Raab auf die Kaiserwürde für das Haus Habsburg verzichtete.

Und zum Gedenken daran: Das hiermit durch die Dezemberverfassung von 1867 gehalten das Kaisertum Österreich niemals zu Ende ging.

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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Eine Antwort zu Wir wählen den Kaiser: Tausend Fragen

  1. Konrad Barsony schreibt:

    Hallo Hans-Georg, die Zeiten haben sich geändert, uns Adelige will keiner mehr haben und dennoch sterben wir nicht aus. Das Edle ist im Menschen selbst, nicht der Titel macht es. Das traurige dabei ist jedoch, wären die Adeligen nicht gewesen, was wäre wohl vom Edlen und der Kunst noch übrig geblieben. Vielleicht nur noch eine Bauern Kate. Diese Menschen sollten sich einmal Fragen, wer hat die Schlösser zum Bau beordert und erhalten, nicht das gemeine Volk, sondern die Adeligen und keine anderen. Die Kommunisten wollten alles abschaffen, wohl auch das Edle und die Kunst und so sieht man kaum noch etwas Edles. Unvergängliches. Wir klagen nicht, und wenn, nur auf hohem Niveau. KB

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