Back To Work: Alle Menschen sind gleich?

Ganz ehrlich, Freunde. Da fragt mich doch allen Ernstes Einer gestern auf einer meiner Crawding Touren für den Liberalen Boten: „Warum ich eigentlich die Meinung vertreten würde, dass in Österreich keine Menschenrechte gelten? Es würden doch eh alle Zuwanderer fair behandelt.“ „Die schon.“ habe ich geantwortet: „Nicht aber die österreichischen Obdachlosen“.

Da kämpfe ich doch nunmehr seit 10 Jahren für das Arbeitsrecht für Obdachlose. Also in Wahrheit für die Schaffung einer fairen Scheiterkultur für die österreichische Bevölkerung.

Denn: Als ich vor 15 Jahren mit der Thematik „Arbeitsrecht für Obdachlose“ begann, da hatte man den österreichischen Obdachlosen den Artikel 23 der allgemeinen Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen „jeder hat das Recht auf Arbeit“ grade entzogen.

Artikel 23 (Recht auf Arbeit, gleichen Lohn)

  1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
  2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
  3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
  4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Sich dazu entschlossen, dass man zwar ohne Meldezettel als Arbeitsnehmer/in nicht bei der Gebietskrankenkasse anmeldbar war, die Wohnungsvergabe der Gemeinde Wien aber an ein geregeltes Einkommen gebunden. Ein Obdachloser also von der Arbeit ausgeschlossen war, da er keine Meldeadresse besass. Der Rückweg ins normale Leben durch die eigenen Hände Arbeit also unmöglich blieb.

Und das hat mir 2001 so aufgestossen, dass ich mich dazu entschloss dies zu verändern.

Zugegeben: Es hat dann bis in das Jahr 2008 gedauert, bis zum Nationalfeiertag, bis es mir gelang, oder sollte ich sagen meiner Zeitung dem „Online Report“, dass wir die zweite Zeile Zustelladresse in die Meldezettel einfügen konnten.

Und es hat dann noch einmal bis 2013 gebraucht, bis wir durch die Petition „Arbeitsrecht für Obdachlose – P7 soll Zentralmeldeadresse werden“ eine Zentralmeldeadresse schufen, die auch einem jeden Obdachlosen einen Meldezettel ausstellen konnte.

Heute hat man ja die Pazmanittengasse zum Zentralbahnhof übersiedelt. Was wahrscheinlich durchaus die Frage aufwirft, warum diese Stelle überhaupt P7 heisst.

Ursprünglich: Pazmanittengasse Nr. 7.

Wir damit die Grundregel „Einmal ein Obdachloser, immer ein Obdachloser“ die jahrelang in der österreichischen Sozialarbeit für Obdachlose galt, durchbrachen.

Mit einer weiteren Petition „Back To Work – Berufsintegrationscenter für Obdachlose“ den Antrag für einen Rehab Center für Obdachlose im Petitionsausschuss stellten.

Der uns aber von der Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) mit den Worten „Wir haben kein Geld, denn wir zahlen an den Fond Soziales Wien“ abgelehnt wurde.

Nun. Ich sag es Ihnen. Nun kommt die Krönung.

Den selben Back To Work – Center den wir 2013 vorgeschlagen haben, der wird nun gebaut.

Die selbe gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung, so wie wir sie als Projektbeschreibung beigelegt hatten.

Mit EUR 8.50 für den Unternehmer und Zuzahlung von EUR 5,- für die Vermittelten als Aufzahlung zu der erhaltenen Sozialleistung.

Der Center wird sogar „Back To Work – Center“ heissen. Er hat nur einen einzigen winzigen Unterschied.

Er vermittelt ausnahmslos Zuwanderer. Und schliesst wieder einmal die Eingliederung der österreichischen Obdachlosen aus.

Was für mich eine Frage aufwirft: Alle Menschen sind gleich? Sind sie sicher, Herr Bürgermeister?

Artikel 1 (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit)

Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Übrigens, da ich schon mit der Frage „Ob ich mich für das Arbeitsrecht für Zuwanderer ebenso einsetzen würde“ gefasst mache: Ja. Ich bin für das freie Niederlassungsrecht. Das allgemeine Arbeitsrecht. Bei gleichzeitiger Einstellung der Flüchtlingshilfe. Und Einwanderung in das Sozialsystem erst nach 3 Jahren Arbeit in Österreich oder Schulbildung.

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen .)Herausgeber des Liberalen Boten
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