Arbeitsrecht für Obdachlose: Denn Arbeit ist ein Menschenrecht

„Ob mir denn nicht bewusst wäre, dass inzwischen 390.000 Menschen in Österreich keine Arbeit hätten?“ hat mich gestern jemand bei meiner Crawding Touren für das Arbeitsrecht für Obdachlose gefragt, eine Bezeichnung die übrigens immer gleich bleibt, weil wir Obdachlose als ein Beispiel der Gesellschaft gewählt haben, Obdachlose oder Behinderte, die es besonders schwer haben:

„Oder warum ich das Arbeitsrecht für Obdachlose fordere ?“

Ganz ehrlich, Freunde. Ich muss ziemlich verdutzt geschaut haben.

Verdutzt geschaut haben, weil mich da allen Ernstes jemand gefragt hat, ob mir nicht bewusst wäre, dass die österreichische SPÖ-ÖVP Bundesregierung schon 390.000 Menschen das Menschenrecht auf Arbeit entzieht.

Ob ich denn noch darauf hinweisen müsste, dass es in Wahrheit noch deutlich mehr sind.

Ob ich denn nicht stillschweigend zur Kenntnis nehmen könnte, dass die Menschenrechte in Österreich von zumindest 390.000 Menschen mit den Füssen getreten werden.

Man uns trotz unseres Vorschlags der Gemeinnützige Industrie, trotz unsere Petitionen „Back To Work – Berufsintegrationscenter für Obdachlose“ und „Mehr Hühner für Wien“, zugegeben in Wien werden die wirklich wie Bittgesuche behandelt und haben bisher selten Erfolg,  in keinster Weise von Seiten der SPÖ-GRUENEN Wiener Landesregierung beim Job schaffen entgegen kommt.

Und man lieber versucht, die Dunkelziffer, also die Zahl, welche ebenfalls keine Arbeit haben, aber die in der Statistik nicht aufscheinen, sei es wegen Kursmassnahmen des AMS, oder weil man sie einfach zu „Unvermittelbare“ erklärt hat, lieber erhöht, als die notwendigen Massnahmen gegen das Problem einzuleiten.

Ich mich seit nunmehr gut 2 Monaten frage, wo denn eigentlich die 280.000 von Bundeskanzler Kern versprochenen neuen Arbeitsplätze bleiben? Im Bundespräsidentschaftswahlkampf zwar angekündigt, als man sich für Alexander van der Bellen stark machte, bisher aber keinen sichtbaren Schritt in der Richtung gesetzt.

Und natürlich könnte man dann fragen; „Warum interessieren Dich dann gerade die Obdachlosen?“

Weil es wohl die Bevölkerungsgruppe ist, die erst dann Arbeitsplätze bekommt, wenn sämtliche Anderen bereits einen Arbeitsplatz haben. Das lenken die Vorurteile.

Denn: Das die Menschen zweifelsfrei ein Menschenrecht auf Arbeit haben, Artikel 23 der allgemeinen Menschenrechtscharta 1948, ist glaube ich nicht anzuzweifeln.

Artikel 23
1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten

Anzuzweifeln ist maximal der Lösungsansatz mit den Dunkelziffern.

Finden Sie nicht?


Übrigens: Wer auf einen grossen Bericht über die IS oder den geplanten Anschlag auf den Berliner Flughafen gespannt war, dem müssen wir ehrlich sagen, dass wir vor diesem Problem schon zu Zeiten gewarnt haben, als man hierfür noch eine Hausdurchsuchung in einem Medienverlag bekam. Darüber zu berichten ist also, so lange unsere Regierung ihre Einstellung nicht ändert, vollkommen sinnlos.

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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2 Antworten zu Arbeitsrecht für Obdachlose: Denn Arbeit ist ein Menschenrecht

  1. Ja, da stimme ich Dir schon zu im Großen und Ganzen. Was Artikel 23 der Uno Menschenrechtscharta betrifft. Und dass das Recht der Arbeits- und Obdachlosen mit Füßen getreten wird. Danke für den Beitrag. Was aber auch zu bezweifeln ist, das ist, ob die von Dir vorgeschlagenen Maßnahmen zur Arbeitsplatzschaffung wirksam wären. Gemeinnützige Industrie? Das hast Du mir glaub ich schon mal erklärt, was Du darunter verstehst. Aber, dass da irgend wer auf seine Patent- und somit Lizenzrechte verzichtet, zugunsten der Allgemeinheit, da wirst Du fürchte ich noch lange warten müssen. Und, weshalb das Arbeit schaffen sollte, ist mir nach wie vor unverständlich.

    • Die Grundlage warum dies Arbeit schaffen könnte ist, weil man es als Grundlage einer Finalproduktion verwenden könnte. Und was das Verzichten betrifft: Es gilt einfach nur als Schutz gegen gewerbliche Nutzung. Gemeinnützige Vereine sind aber nun einmal von Grund auf als „nicht kommerziell“ definiert. Fallen also nicht unter Gewerbe. Es gibt also kein Patent gegen die Nutzung geistigen Wissen bei Gemeinnützigen Vereinen.

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