Bruno Kreisky: Österreichs grösster Christlich Liberaler

„Ob man denn in der österreichischen Neuzeitgeschichte wirklich niemand finden könnte, der eine Christlich Liberale Politik vertrat?“ hat mich gestern eine junge Buchbinderin gefragt und war ganz überrascht, als ich ihr mit „Doch. Bruno Kreisky.“ antwortete. Überrascht, weil: Die Frau ist Sozialistin.

Bereits als junger Aussenminister setzte sich Bruno Kreisky für den Adel, für die konstitutionelle Monarchie, das dänische Modell ein und zeigte damit deutlich, dass er mit dem Novemberputsch des Jahres 1918 eigentlich nicht einverstanden war.

Ebenfalls schon früh begann sein Kampf für die Arbeitsrechte. Für die Vollbeschäftigung.

Bei der er klar bekannte:

„Lieber mache ich Staatsschulden, als das irgendjemand keinen Arbeitsplatz hätte.“

Er baute also auf die Kaufkraftsteigerung durch die Vollbeschäftigung und die Staatsfinanzierung auf Basis der Einkommenssteuer und auch wenn man ihm heute vorhält, er hätte die Verschuldung Österreichs gestartet, so muss man bei genauerer Betrachtung feststellen:

Zu seiner Zeit war diese noch sehr gering.

Die wirkliche Hochverschuldung Österreichs übernahmen dann seine Nachfolger.

Er zeigte mit dem Wunsch nach Vollbeschäftigung aber auch, dass er nicht vor hatte auf soziale Programme, sondern vielmehr auf die Selbstständigkeit des Menschen zu bauen.

Und das erklärt wahrscheinlich auch, warum er als es notwendig wurde einen Koalitionspartner zu suchen, diesen lieber bei dem Liberalen Norbert Steger, als bei der Österreichischen Volkspartei suchte.

Ebenso war Bruno Kreisky ein überzeugter Anhänger der bindenden Direkten Demokratie, welches in der Volksabstimmung um Zwentendorf ganz klar Ausdruck findet.

Für ihn war das Volk nicht zu blöd, sondern er respektierte dessen Meinung. Zwentendorf blieb zu.

Im Bezug auf die Menschenrechte verdanken wir Bruno Kreisky, auch wenn ich mich heute manchmal frage, ob man nicht in Wahrheit eine Zweite in Österreich errichten müsste, ich meine, damit sich unsere Politik wieder an die Menschenrechte erinnert, die Ansiedlung der UNO, der Vereinten Nationen,  welche er mit dem Ziel nach Österreich brachte, dass Österreich zum Menschenrechtsvorzeigeland würde.

Und wie wichtig ihm persönlich die Menschenrechte waren, zeigte er, in dem er als Mitglied des jüdischen Glaubens sich dazu entschloss, sich für die Gründung eines Staates Palästina stark zu machen.

Also die Meinung vertrat, dass ein jeder Mensch einen Wohnraum bräuchte.

Wenn ich mir all dies gründlich überlege, so finde ich in seinem Handeln nicht die Handlungsweisen der Sozialisten von 1918, sondern vielmehr der Christlich Liberalen der Wiener Revolution von 1848.

Danke, Bruno Kreisky!

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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