Wo eigentlich liegt Palästina?

Google Earth verlegt Palästina ins Meer.

Ganz ehrlich, Freunde, ihr wäret erstaunt, was so ein Vertreter der Christlich Liberalen, der klassisch-liberalen Satire-Volkspartei bei seinen Unterschriften Sammlungen für „Mehr Hühner für Wien“ (inzwischen 350) und bei seinen Crawding Touren für den Liberalen Boten so alles erfährt. Da komme ich gestern in ein Juweliergeschäft, in welchem der Sohn des Chefs mich freundlich fragt: „Sie sind also Journalist? Haben sie gute Nerven?“

Eigentlich hätte ich ja beinahe mit „Nein“ geantwortet. Denn das wäre bestimmt „satirischer“ gewesen oder mit der Aussage: „Ich arbeite in der österreichischen Politik. Glauben Sie mir, da muss man gute Nerven haben.“

Google Map zeichnet Landkarten ohne Palästina.

Aber ich habe einfach gefragt: „Warum?“

5,5 Millionen in Istanbul

Die internationalen Medien berichteten darüber: 5,5 Millionen Menschen in Istanbul. Knapp also vor der europäischen Grenze. Kein Thema für die Berichterstattung in der EU.

„Was halten sie eigentlich von Erdogan?“ war die darauf folgende Frage und ich meinte nur: „Irgendwie bin ich froh, dass er inzwischen viel von den Russen gelernt hat. Die 4 Millionen Mann die er in Ankara zusammengerufen hatte, nicht in Bewegung setzte. Abwartete, was nach dem Putschversuch weiter passiert. Nach Moskau flog und mit den Russen einen Freundschaftsvertrag unterzeichnete. Erinnert mich an die Russen. Die warten bis die Gegner kommen. Haben selbst noch niemals angegriffen. Glaube, dass Russisch-chinesische-türkische Dreieck tut daher sowohl Russen, als Chinesen als auch den Türken gut.“

„5,5 Millionen Mann, nach türkischen Zählungen,“ korrigiert mich mein Gegenüber und: „Sie standen in Istanbul“.

„Ui“, denke ich mir, „also waren sie nur 1 Autostunde von mir entfernt“. (Ich war ja bis 13.August in Haskovo/Bulgarien)

Nachdem mein Gegenüber aber ansonsten mit meiner Anwort zufrieden ist, erzählt er weiter.

„Sagen sie, wo ist Pälastina?“

„Sagen Sie, wo ist Palästina?“ ist seine nächste Frage.

Seit vielen Jahren, seit einem Interview mit dem Alternativnobelpreisträger Uri Avnery in Tel Aviv, der damals meinte: „Wir Juden und die Palästinenser hätten miteinander gar keine Probleme. Was aber mache ich mit den Zionisten. Was mache ich mit der zionistischen Siedlungspolitik?“ ist mir die Problemlage in dieser Region durchaus bewusst. Uri Avnery, der Autor des Buches „Mein Freund, der Feind“ und jüdischer Gneset Abgeordneter.

Wikipedia: Uri Avnery

Ist mir bewusst, dass der zionistische Staat die Palästinenser immer weiter in die Wüste treibt.

So weit ich weiss, haben 136 Staaten der UNO ja  Palästina als Staat anerkannt.

Wikipedia: Internationale Anerkennung des Staates Palästina

Israel und die USA waren leider nicht dabei.

Ich meine daher: „Wieso? Der Staat ist doch anerkannt.“

„Nicht mehr“, meint mein Gegenüber und holt Google Earth. Offensichtlich möchte er beweisen, was er mir nun erzählt.

Zeigt mir: Palästina ist in Google Earth nicht mehr eingetragen. Wenn man es aufruft, landet man Mitten im Meer.

Und ich meine nur: „Erstaunlich, was man in unseren Medien alles nicht erfährt. Genauso wie ich es nicht verstehe, warum die Syrer über Lybien kommen.“

Syrer über Lybien?

Und wieder hat mein Gegenüber eine Antwort. Das ist, weil wir Türken sie nicht nach Europa durchlassen würden.

Zur Zeit leben 3 Millionen Syrer in der Türkei und das ist bei einem 80 Millionen Menschen Volk auch überhaupt kein Problem.

Die Syrer sind nicht die Sorge der Türken. Vielmehr die amerikanische IS.

Und dann erzählt er mir über die Ansichten der Türkei zum Thema IS:

Was ist die IS?

„Ein teuflischer Plan“, meint er. „Die IS hat die Aufgabe in sämtlichen Staaten rund um die Türkei einzufallen, damit letztlich Israel mit der Hilfe der USA als Beschützer kommen kann. Diese Staaten befreit. Unter den Schutz Israels stellt. Weil Israel will einfach mehr Fläche.

Jetzt weiss ich, warum er mich anfangs fragte, ob ich gute Nerven hätte. Denn: Ich erfahre Sichtweisen, die habe ich zuvor noch nie so gesehen.

Er aber erzählt weiter:

Die Türkei war ja einer der ersten Staaten, die Israel als Staat anerkannten. Damals im Osmannischen Reich.

Und heute. Da hat die Türkei die gröbsten Probleme mit ihnen.

Wirkliche Moslems sind noch niemals auf Frauen und Kinder los gegangen.

Das ist in etwa so wie Christen und IRA, Moslems und IS oder Juden und Zionisten. Wir Moslems haben also mit dem „islamischen Staat“ in Wahrheit nichts zu tun. Die Religionen könnten im Frieden leben.

Erstaunlich nur, dass man in Wien den Terroristen, zum Beispiel der PKK, Raum zum Geld sammeln lässt.“

Die Welt: PKK sammelt wieder verstärkt Spenden im Südwesten

Eine Aussage, welche mir den erbitterten Streit der Türken und Kurden auf Wiener Boden erklärt.

Fazit

Und irgendwie bin ich froh, dass ich wieder in Wien bin. Nirgendwo erfährt man so viel über die Welt wie hier. Erfährt die unterschiedlichsten Sichtweisen. Und das ganz einfach, in dem man von Geschäft zu Geschäft geht und wartet, bis einem Einer Etwas erzählt.

Denn, wenn man den Menschen zuhören kann, ja dann ist Wien wirklich lebenswert.

Aber: Nur dann.

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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