4. November 1918: Das Ende des ersten Weltkriegs (Satirische Betrachtung)

Ganz ehrlich, Freunde, es vergeht kaum ein Tag an welchem man nicht grosse Überraschungen im Verhältnis zwischen den Deutschösterreichern, den Sozialisten des Jahres 1918 und den Kaisertreuen, den Christlich Liberalen erlebt, wenn man sich erst einmal entschlossen hat, die Geschichte zu erforschen.

Kein Tag an dem man sich nicht fragt:

Haben wir dies nicht vollkommen anders in der Schule gelernt.

Da staune ich zum Beispiel am heutigen Tag darüber, dass eigentlich schon Kaiser Karl I Anfang Oktober 1918 meinen Urgrossonkel Viktor von Webenau mit den Verhandlungen eines Waffenstillstand mit Italien betraute.

Staune weil ich immer dachte: Den ersten Weltkrieg beendeten die Sozialisten. So haben wir dies in der Schule gelernt.

Ganz offensichtlich falsch:

Schaut man sich nämlich die historischen Fakten an, so erfährt man, dass Kaiser Karl I. ja erst am 11. November 1918 in einer Nacht und Nebel Aktion, die Deutschösterreicher hatten in der Nacht vom 10. zum 11. November 1918 Schloss Schönbrunn gestürmt, die Verzichtserklärung an den Regierungsgeschäften mit Bleistift unterschrieb. So weit die Wiener Zeitung vom 11.11.1918.

Erfährt, dass sich der Kaiser hierbei auf die Dezemberverfassung von 1867 bezieht, welche zweifelsfrei eine Republik nach Schlegel vorsieht.

Abschrift der Verzichtserklärung von Kaiser Karl I.

Und erfährt hierdurch: Das die Sozialisten den ersten Weltkrieg beendet hätten ist ein Märchen.

Ein Märchen, weil schaue ich mir den Waffenstillstand im Wikipedia genau an, so erfahre ich: Der Edle Viktor Weber von Webenau, also mein Grossonkel, hatte den Friedensvertrag schon mit 3. November 1918 unterzeichnet. Er war am 4. November 1918 in Kraft getreten. Der 1. Weltkrieg endete also noch zur Zeit des Kaisers.

Wikipedia: Edler Viktor Weber von Webenau

Die Kommission, Anfang Oktober gebildet, bezog am 28. Oktober 1918 ihr Hauptquartier in Trient im damaligen Welschtirol. Der Waffenstillstand von Villa Giusti (bei Padua), den sie am 3. November 1918 unterzeichnete und der am 4. November in Kraft trat, entsprach auf Grund der harten Bedingungen der Kriegsgegner eher einer bedingungslosen Kapitulation.

Übrigens aus keiner schlechten Situation heraus. Man hatte in der zwölften Isonzoschlacht die Italiener weit nach Italien bis nach Pleve zurück gedrängt.

Die Bedingungen für einen Waffenstillstand waren daher von den Österreichern zu stellen.

 

Wikipedia: Schlacht von Vittorio Veneto

In der Zwölften Isonzoschlacht (auch Schlacht bei Karfreit Oktober/November 1917) war es Österreich-Ungarn und Deutschlandgelungen, die Italiener in den Julischen Alpen vernichtend zu schlagen und sie zum Rückzug vom Isonzo zum Piave zu zwingen. Auf demMonte Grappa und am Piave kam der Vorstoß der Mittelmächte teils wegen des italienischen Widerstandes auf dem Grappa-Eckpfeiler,

Kein Wunder also das, schaut man sich die Dokumente an,  im Waffenstillstand vom 3. November 1918 Südtirol noch bei Österreich bleibt.

Wikipedia: Waffenstillstand von Villa Giusti

Die schlechte Verhandlungsposition erhielt Österreich erst in der Folge durch die Deutschösterreicher, die trotz bestehenden Friedensvertrag erst 7 Tage nach Ende des 1.Weltkriegs Schloss Schönbrunn stürmten. Den Italienern ein Signal setzten, den Krieg noch einmal neuerlich zu eröffnen.

Und da frage ich naiv: Sagt mal, es mich mich interessieren, was eigentlich die Sozialisten des Jahres 1918 dazu veranlasste, nach einem Krieg, also in Friedenszeiten das Schloss des Kaisers zu stürmen um in der Folge Österreich durch diesen Sturm zu schaden?

Versteht Ihr das?

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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