Ordoliberalismus: Die Christlich Liberalen als klassisch-liberale Plattform

Ganz ehrlich, Freunde. Irgendwie hatte ich mit der Frage gerechnet.

Mit der Frage, die ich am gestrigen Tag dann auch im Facebook bekam.

Wie ich denn den christlichen Liberalismus als klassischen Liberalismus verkaufen könnte.

Wir wären doch gar nicht für die vollkommene Unabhängigkeit des Unternehmers. Wären doch gar nicht dafür, dass jeder die vollkommene Freiheit bekäme. Der Staat so wenig wie möglich eingreifen würde. Wir wären doch nur für bindende Direkte Demokratie und den Staat als Unternehmer.

Denn: Wir hätten den Ansatz der Gemeinnützigen Industrie zur Schaffung der Vollbeschäftigung.

Das wäre doch kein klassisch-liberaler Standpunkt. Wirklich?

Der klassische Liberalismus beschäftigt sich zwar mit der maximal höchsten Freiheit des Menschen, dem Recht auf Mitbestimmung, aber das Ganze in geordneten staatlichen Bahnen.

Ob dies nun konstitutionelle Monarchie oder aber Republik heissen, dass ist dem klassisch-liberalen Modell de fakto vollkommen gleich.

Wichtig ist: Das auf den Mensch geschaut wird und der Mensch mit regiert.

Wikipedia: Klassischer Liberalismus

Das Modell übrigens, in welchem der Staat möglichst keine Befugnisse hat, dass gibt es auch. Das nennt sich dann Anarchie. Ist ebenfalls eine anerkannte Staatsform und wird meiste in den extrem linken Bereichen vertreten.

Wikipedia: Anarchie

Hat aber mit dem klassischen Liberalismus wenig bis nichts zu tun.

Klassischer Liberalismus und Anarchie lehnen sich förmlich ab.

Weil nämlich der Vorteil und die Sicherheit eines jeden Einzelnen in einer Anarchie nicht gesichert werden kann.

Dort regiert der Stärkere. Das Faustrecht

Einer Volkspartei, einer Partei also, die für das gesamte Volk da sein möchte, nicht würdig.

Das Wirtschaftsmodell des ursprünglichen klassischen oder christlichen Liberalismus ist daher de fakto auch kein anarchistisches „Unternehmer tue was immer Du willst“ Modell sondern der Ordoliberalismus.

Wikipedia: Ordoliberalismus

Der Ordoliberalismus ist ein Konzept für eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung, in der ein durch den Staat geschaffener Ordnungsrahmen den ökonomischen Wettbewerb und die Freiheit der Bürger auf dem Markt gewährleisten soll.

Ein Konzept, welches auf die scholastische Hochschultheologie zurückzuführt.

Also von den Orden entwickelt wurde.

Die Bezeichnung geht auf den Ordo-Gedanken der scholastischen Hochschultheologie, in damaliger Abgrenzung von der abgeschlossenen klösterlichen Theologie zurück (lat. ordo „Ordnung, [Ritter]Orden“).

Ein Wirtschaftssystem, dass von Grund auf darauf ausgerichtet ist, einem jeden Menschen in einem Staat zwar die möglichst hohe Freiheit aber auch maximale Sicherheit zu gewähren.

Das ist klassischer oder christlicher Liberalismus, der darauf beruht:

Mt 25,45
Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.

den liberalen Ansatz aber nicht ausser Augen lässt:

Offb 20,6
Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

Die Gesellschaft also letztlich in Waage hält.

Amen.

Advertisements

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.