Gelebte Demokratie: Die Polen demonstrieren

Offen gesagt, liebe Freunde, war ich am gestrigen Tag erschüttert, als ich im ORF Teletext las, dass 50.000 Menschen alleine in Wahrschau auf die Strassen gegangen sind, um gegen die neue rechtskonservative Regierung zu protestieren. Zu protestieren, weil diese neue Zeiten eingeläutet hat. Wie würde man in Österreich sagen: Eine blaue Republik.ORF: Zehntausende demonstrieren in Polen für Demokratie

Zu protestieren, weil die polnische Regierung, ähnlich übrigens uns Christlich Liberalen, die Freiheit des Pressewesens fordert und den Zentralstaat Europa verhindern will.

Spiegel: Pressefreiheit in Polen: Präsident unterzeichnet umstrittenes Mediengesetz

Nach dem neuen Gesetz entscheidet der Schatzminister über die Besetzung der Direktorenposten in den öffentlich-rechtlichen Medien und bei der staatlichen Nachrichtenagentur.

Anm.: Wer ausser dem Medieninhaber sollte sonst die Direktorenposten besetzen? Die EU?

Und da macht sich die EU natürlich dafür stark, dass gegen die Regierung protestiert wird. Versuchen die Medienzaren ihre Macht aus Zeiten des Kommunismus weiter zu halten.

Das alte Zensursystem eben zu schützen.

50.000 Menschen sind zu diesem Thema alleine in Warschau gekommen. 50.000 Menschen, die alles so lassen wollen, wie es bisher war. Wow.

Die auf der Strasse laut schreien: „Freiheit, Gleichheit, Demokratie“.

Weil Pressefreiheit und Ablehnung des Zentralstaates Europa den polnischen Linken als nicht demokratisch erscheinen.

Man in Polen freie Wahlen gehabt hätte. Und „die Falschen“ gewählt worden wären.

Eben das typische sozialistisch-demokratische Verständnis.

Warum ich erschüttert war?

Nun, weil so viele Menschen auf die Strassen gingen.

Fast so wie zu Zeiten der Donnerstagsdemos als schwarz-blau regierte.

Wo man sich regelmässig traf um gegen die Regierung zu demonstrieren, ohne das es jemals zu einer Gegendemo kam.

Sich also, so wie meistens wenn Rechte regieren, niemand davor fürchten muss, zu demonstrieren.

Weil ja dann die Schlägertrupps ausbleiben.

Und ich glaube, dass ist das, warum ich eine blaue Republik durchaus befürworten würde.

Weil sie den Menschen deutlich mehr Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, ja Liberalität zugesteht, als das sozialistische System.

In welchem wir wahrscheinlich am Samstag, 11.6.2016, 16 Uhr beim Flashmob gegen Wahlbetrug wieder einmal ziemlich alleine am Ballhausplatz stehen werden.

Flashmob gegen Wahlbetrug, 11.6.2016, 16 Uhr, Wien Ballhausplatz

Nicht, weil die Menschen nicht wüssten, dass sie betrogen wurden. Das gibt ja selbst das Bundesministerium für Inneres mit seinen Anzeigen gegen 4 Kärntner Bezirke und den Bezirk Steiermark Ost zu.

Nein, weil sich die Menschen einfach nicht trauen auf die Strassen zu gehen.

Die Konsequenzen fürchten.

Ist das nicht erschütternd?

 

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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