Politisch macht patriotisch

„Ob ich dies nicht doch ein wenig zu patriotisch betrachten würde?“ hat mich am gestrigen Tag Einer im Facebook gefragt. Ich glaube es war ein GRUENER. Als ich ihm mitteilte, dass ich von der Visa-Freiheit für die Türkei nicht wirklich begeistert bin.

Was gegen die türkische Visumfreiheit spricht

Nicht, weil ich

.) die Türkei als Land oder deren Menschen, die Türken, weniger lieben würde als andere. Dort hat man mir vor gut 20 Jahren einmal nach bestem Wissen und Gewissen geholfen. Trotz unseres Ichtys am Wagen. Nun ja, um ein überhitztes Auto zu reparieren gibt es zwar auch andere Wege, als das Fernthermometer herauszureißen, oder das Auto einfach weiter fahren zu lassen. Aber: Als das Auto dann nur noch rauchend in der Wüste von Kleinasien auf der Höhe Pergamons stand, nun, da wurde uns dann wirklich geholfen. Habe seit damals etliche türkische Freunde. Die meisten Kurden.

.) Nicht, weil ich mir Sorgen mache, dass man daher die wenigen Arbeitsplätze die in Österreich noch existieren, auf noch mehr Menschen aufteilen müsste. Das ist ja bekannt, dass wir Christlich Liberalen das sowieso als Verpflichtung des Staates betrachten. Dieses Problem mit Gemeinnütziger Industrie bis hin zur Vollbeschäftigung zu beseitigen.

Sondern weil:

.) ich mir Sorgen mache, dass die islamistischen Hass Prediger, welche man in der Vergangenheit in die Türkei abschieben musste, nunmehr da ja die Grenzkontrollen oftmals nur sehr wenig Zeit in Anspruch nehmen dürfen, einfach wieder einreisen.

Hessenschau: Hassprediger aus Offenbach abgeschoben

Denn da ja im Vorfeld niemand mehr kontrolliert, niemand mehr ein Visum vergibt, so weiß natürlich auch die Türkei nicht, wann sich ein Hass Prediger auf den Weg macht.

Und wenn hunderte Menschen gleichzeitig  an der EU-Außen Grenze vor Griechenland zu kontrollieren sind? Darunter eben auch die bereits Ausgewiesenen? Was soll der Zöllner dann machen?

Was eigentlich ist Pariotismus

Ich hätte die Frage also am Liebsten verneint: Seid ihr zu patriotisch? NEIN.

Aber:

Verstehen sie mich nicht falsch. Ich finde ein Politiker kann nicht patriotisch genug sein.

Politiker, das Wort kommt von seinen Wurzeln vom griechischen Wort „politos“, bedeutet übersetzt Volk, Stadtvertreter. Und genau das sollte er im Sinne der Christlich Liberalen auch sein.

Auf die Vorteile seines Volkes, seines Landes schauend. Nicht sein Land über alle andere erheben wollen. Das ist Nationalismus. Aber im Interesse seines Landes, all das prüfen, was an Anfragen an das Land herangetragen wird.

Zu entscheiden: Das ist für uns gut, oder schlecht.

Österreich ist ein neutraler Staat

Mitzuteilen: Liebe Frau Van der Layen. Recht nett, dass sie Österreich um Mithilfe im Krieg gegen Russland ersuchen.

Aber: Österreich ist neutral. Und ist historisch damit auch immer gut gefahren.

Oder mitzuteilen:

Wir verstehen das Anliegen der EU, sämtliche Flüchtlinge in Europa aufzunehmen.

Aber: Es liegt nicht im Interesse Österreichs.

Wir legen das uns laut Reformvertrag zustehende VETO ein.

Wir sind weder bereit, den Vorschlag anzunehmen, noch dafür Strafe zu zahlen. Eine Strafgebühr, welche der EU im Übrigen sowieso nicht zusteht.

Regierung mit Rückrat

Nun, sich eben grade machen.

Wege suchend, dass es dem Land so gut wie möglich geht.

Das meinte ich, als ich früher einmal darauf hinwies, dass die EU, weil sie keine Verfassung hat, nur ein Vorschlagsrecht besitzt.

Die Gesetze letztendlich eigentlich vom Nationalrat, in der Folge vom Bundesrat zu prüfen wären. Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Tröpfchen.

Und weil wir Christlich Liberalen Anhänger der Pillersdorfer Verfassung sind, letztendlich durch die Freigabe des Veto-Rechts vom Kaiser noch zu bestätigen wären.

Das so genannte 6 Augen Prinzip. Welches heute häufig einem 2 Augen Prinzip, EU hat gesagt, Nationalrat beschließt, weicht.

Eigentlich ungesetzlich.

Warum Norbert Hofer?

Ihr seid, so wie man dies auch Nobert Hofer vorwirft also „zu patriotisch“?

Ein merkwürdiger Vorwurf: Ich meine, wenn einer Politiker werden will.

Denn: Ist nicht genau das seine Aufgabe?

Oder, Was eigentlich ist die Alternative?

Ein Politiker, der nicht im Sinne seines Landes handelt?

Verzeihung, aber: Zur Kaiserzeit nannte man das „Staatsverrat“.

Genau das hat man Oberst Redl vorgehalten, als man ihn verurteilte.

Wikipedia: Alfred Redl

Nicht im Sinne des Staates Österreich gehandelt zu haben. Oder?

Ganz ehrlich, Freunde, da lasse ich mir lieber vorhalten, ich wäre „zu patriotisch“.

Auch wenn ich letztlich nicht verstehe, was mein Gegenüber damit meint.

Denn: Ich glaube, ein jeder Politiker muss patriotisch sein.

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Christlich Liberalen - Österreichs rot-grüner Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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