Die Weltkriege beendeten die Monarchie?

Nachdem es offensichtlich in Österreich niemanden gelingt, die Ereignisse des Jahres 1961, den Verzicht auf die Kaiserwürde durch Kaiser Otto von Habsburg zu erklären, versucht man sich inzwischen auf die Weltkriegsgegner herauszureden.

Denn: Die bisherige Argumentation „Gewohnheitsrecht“ scheint ja mit §10 ABGB endgültig vom Tisch. Es gibt bei Gesetzen, außer wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird, kein Gewohnheitsrecht. Eine Verfassung ist ein Gesetz.

Funktioniert nicht. Macht nichts. Scheint sich die SPÖ – ÖVP Regierung zu denken und wechselt daher das Thema.

Neue Argumentation: „Die vier im Jeep“  hätten die Monarchie in Österreich beendet.

Ich hatte diesbezüglich eine wirklich nette Diskussion mit einem meiner Facebook Freunde, einem Regierungsmitarbeiter der österreichischen Bundesregierung, der auf diese Weise argumentierte.

Ich möchte daher die von mir gegebene Antwort hierzu noch einmal wiedergeben, damit auch diese Frage in Zukunft geklärt ist:

Sorry. Wurde gerade gebraucht. Also es stimmt, wir hatten 2 Weltkriege.Nicht aber nach 1961. Und da zeigte die Handlung der Bundesregierung Julius Raab (ÖVP) und Bruno Kreisky (SPÖ), dass Habsburg immer noch abdanken muss. Es hat sich durch die Weltkriege also im Bezug auf die Verfassung nichts geändert. Es gilt immer noch die Pillersdorfer Verfassung von 1867. Die letzte Verfassung in Österreich, in welcher noch ein Kaiser existiert. Durch die Aufforderung zur Abdankung 1961 hat nicht nur Österreich, sondern auch die Siegermächte akzeptiert: Kaiser Otto von Habsburg war 1961 noch Kaiser. Sonst hätten sie widersprechen müssen. Oder wie das international heisst: Eine Protestnote einlegen. Inklusio: Also steht Österreich heute noch auf der Pillersdorfer Verfassung, auch wenn wir zur Zeit keinen Kaiser haben, der das Veto Recht auflösen könnte. Zusätzlich übrigens derzeit auch kein Oberhaus, dass einen Kaiser wählen könnte, um die Situation in Ordnung zu bringen.

Dadurch, dass keiner der Weltkriegsgegner den Handlungsweisen des Jahres 1961 durch die österreichische Bundesregierung widersprach, ist erwiesen, dass auch die Weltkriegsgegner, die keine Protestnote gegen das Abdanken Kaiser Otto von Habsburgs im Jahre 1961 einlegten, ebenfalls davon ausgingen, dass er noch immer über diese Kaiserwürde verfügte.

Es gibt daher keine Möglichkeit, das Handeln des Jahres 1961 anders zu erklären, als:

Kaiser Otto von Habsburg war 1961 bei seiner Einreise nach Österreich nach wie vor Kaiser.

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Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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