Bundespräsidentenwahlen: Fairness auf österreichisch?

Ganz ehrlich, Freunde. So schaut es also aus, wenn sich 7 Personen und deren Parteien in Österreich im Zusammenhang einer Bundespräsidentenwahl auf ein Fairness Abkommen einigen. Zuerst einmal erklärt einem die FPÖ, dass es wohl gar nicht notwendig wäre, ein solches Abkommen zu unterzeichnen. Sie wäre sowieso immer fair.

Und ich möchte sagen:
Stimmt, gegenüber ihrer Gegner schon. Und wie sieht dies im Bezug auf Moslems und Zuwanderer aus? Neigt man hier nicht viel zu häufig zur Globalisierung? Zur Verallgemeinerung?

Als Nächstes erklärt uns Robert Marschall von der EU-Austrittspartei, ein Kandidat, welcher mit 1150 von 6000 Unterstützungserklärungen vorzeitig das Feld verlassen musste, dass er gleichgültig wie diese Wahl auch ausgehen mag, diese auf jeden Fall anficht.

Und dies unter Umständen sogar berechtigt.

Denn: Es fehlt die Klärung im Vorfeld, ob Österreich nun eigentlich auf der 1920er (51)-Verfassung oder der Pillersdorfer Verfassung der Wiener Revolution von 1848 beruht. Gibt es in Österreich überhaupt einen Bundespräsident?

Also: Nehmen wir einmal an, die Wahlen wären gültig.

Dann erstaunt es doch, dass man einen der sechs Kandidaten, Richard Lugner, welcher das Ziel der Teilnahme an den Wahlen durch das Beibringen von 6000 Unterstützungserklärungen ebenso wie alle anderen Kandidaten untermauerte, bei der einen oder anderen werbewirksamen Sendung des ORF ausschliessen möchte. Man seine Kandidatur also benachteiligt.

Ich bin das ja gewöhnt. Das gilt für alle Kleinparteien, bei Nationalratswahlen, Landtagswahlen und Gemeinderatswahlen eigentlich immer. Aber: Bei der Wahl des Bundespräsidenten. Des angeblich höchsten Amtes des Staats?

Da erstaunt es noch mehr, dass trotz der Feststellung man möge doch im Wahlkampf fair bleiben, die Behauptung aufgestellt wird, Norbert Hofer hätte eine Staatsbürgerschaft verkaufen wollen. Und das der angebliche Zeuge den Medien in der Folge überraschender Weise nicht zur Verfügung steht.

Ein Thema das sich in der Geschichte immer wieder wiederholt: Die FPÖ und ihr Staatsbürgerhandel. Da weiss man von Uwe Scheuch (FPK) bereits, dass so Etwas eigentlich gar nicht geht. Politiker vergeben keine Staatsbürgerschaften.

Erstaunlich also, dass dieses Thema immer wieder den einen oder anderen Wahlkampf bewegt.

Für mich bleibt daher letztlich eine Frage: Ist das Österreichs christliches Verständnis? Die Fairness Österreichs?

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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