Handelspakt (TTIP) mit USA darf nicht kommen!

Leserbrief, 22. Februar 2016, Karl Halmann

Das TTIP ist kein Abkommen für die Klein-, Berg- und BIO-Bauern. Nicht für die Klein- und Mittelbetriebe. Auch nicht für uns Konsumenten. Und schon gar nicht für souveräne Staaten. Da die Staaten und ihre Bevölkerung die Rechte auf Selbstbestimmung verlieren würden.

Das TTIP ist nur für die globalisierten Großkonzerne gut. Denn die könnten ungehindert mit ihren Produkten weltweit agieren. Bei Problemen könnten sie das Rechtssystem mit „privaten“ Schiedsgerichten aushebeln und die Staaten auf Schadenersatz verklagen. Was Staaten oft viele Steuer-Milliarden kosten würde.

Die Großkonzerne würden ihre Produkte, die wir gar nicht wollen mit Klagen vor Schiedsgerichten erzwingen. Hier geht es nicht um harmlose Lebensmittel und Produkte in den Verkaufsregalen. Sondern um giftige, oft mit Chemikalien versetzte, Gen-manipulierte und ungesunde Lebensmittel und Pflanzen. Die den tierischen und menschlichen Organismus und die Natur schädigen würden.

Meiner Meinung nach wollen die Großkonzerne (Agro-Chemiekonzerne) wie Monsanto, Bayer, Syngenta, usw. mit Patenten für Gen-technik veränderten Pflanzen, Gemüse, Samen, Lebensmittel und Tiere die Allmacht in der Welt an sich reissen. Jährlich landen bereits über 500.000 tausend Tonnen Gentechnik verändertes Soja für die Fleischproduktion in Österreich. Also in 80 Prozent der Fleischprodukte (Schwein, Rind, Hühner, usw.) ist Gentechnik drinnen.

Nicht nur in der USA, Mittel- und Südamerika, Asien und anderen Regionen auf der Erde sind viele Bauern von diesen Konzernen abhängig. Sie müssen teures Saatgut und die dazu gehörenden Pestizide (Spritzmittel, Antibiotika, usw.) kaufen. Ihr Grund und Boden wird durch den Einsatz von Giften unbrauchbar. Monster-Unkraut wächst und läßt sich trotz Einsatz von Spritzmittel nicht mehr ausrotten. In der Tierzucht verenden viele kranke Tiere aus unerklärlichen Gründen. Viele Menschen die in der Landwirtschaft tätig sind bekommen schwere Krankheiten und Allergien. Neue Krankheiten und Krebsarten sind entstanden. Die in vielen Fällen nicht behandelbar sind und den sicheren Tod bedeuten. Die Bauern können dagegen nichts tun. Da eine Klage gegen Großkonzerne nutzlos ist. Ihnen bleibt meist nur ihre Lebensgrundlage, die Bearbeitung ihrer Felder und Tierzucht aufzugeben. Seit 1976 ist ein solches Spritzmittel „Roundup“ von Monsanto auch in Österreich erhältlich. Verwendung findet es auch bei vielen Gartenbesitzern in der Unkraut-Vernichtung. Da ja kein Hinweis angegeben ist wie gefährlich dieses Mittel in der Verwendung ist. Eine Schande das dieses Mittel noch immer in den Regalen zum Verkauf angeboten wird.

Durch einen solchen Deal würden Klon-Fleisch, Hormonfleisch, Chlor-Hühner, Gentechniknahrung & Co in die EU kommen. Dazu über 1.300 Chemikalien, die bisher in der EU verboten, aber in der USA erlaubt sind. Diese Pestizide würden nicht nur Mensch und Tier, sondern auch unsere Umwelt, die Luft, Wasser, Grund und Boden schädigen. Denn in der Logik von TTIP sind diese Verbote Handelshemmnisse.

TTIP würde irreparable Folgen für unser Land bedeuten. Der Schaden wäre gigantisch und unumkehrbar. Sie würde unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft, die Lebensmittelerzeugung und letztlich uns alle die Konsumenten treffen. Wir sehen das im bereits ausverhandelten CETA-Abkommen mit Kanada. Von bisher knapp 1.500 europäischen und geschützten Herkunftsbezeichnungen sind nur mehr 160 als geschützt übrig geblieben.

Hände weg von TTIP! Was wie eine große Chance für den österreichischen Export-Markt aussieht. Würde sich nach einigen Jahren als großer Nachteil heraus stellen. Der Markt würde mit billigen und nicht gesunden Produkten übersät werden. Durch Preisdruck und teurer Erzeugung würden viele Erzeugerbetriebe in Österreich aufgeben müssen. Die Nachhaltigkeit wäre in Gefahr. Viele landwirtschaftliche Kleinbetriebe und Bergbauern würden verschwinden. Durch brachliegende Felder und Almen würde auch der Tourismus nachgeben. Viele Gäste aus dem Ausland schätzen unser „gepflegtes“ Österreich. Da würde ein wichtiger wirtschaftlicher Zweig in ländlichen Regionen wegbrechen.

Die Zeiten in der Zukunft werden nicht leichter. Die Welt ist wieder einmal im Umbruch. Die Wirtschaft kommt seit über 8 Jahren nicht mehr ins laufen. Die Ressourcen in der Welt werden immer weniger. Nur die Waffenindustrie floriert weiter gut. Da die Länder USA, China, Rußland, Frankreich, Deutschland, usw. gut dafür sorgen das Waffen in „Kriegsführende Länder“ exportiert werden. Die meiner Meinung nach von USA gewollte und von Europa ungewollte Völkerwanderung von bis zu 60 Millionen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen aus Afrika und Asien tragen das ihre dazu bei. Die Geheimdienste und das Internet machen es möglich. Die offenen Grenzen im Schengenraum, die Willkommenskultur der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und die großzügige Unterstützung von Sozialleistungen in Deutschland, Österreich und Schweden für Migranten/innen sorgen dafür das der Menschenstrom nicht so schnell versiegt.

TTIP, CETA und TISA haben bei uns in Österreich nichts verloren. Deswegen müssen wir einen eigenständigen Weg der Freiheit und Selbstbestimmung wieder gehen. Nach 21 Jahren Zugehörigkeit Österreichs in der EU sieht man wie hilflos die EU zum Nachteil vieler Mitgliedstaaten agiert. Daher: „Nichts wie raus aus der EU!“ Auch ohne Mitgliedschaft in der EU würden wir Österreicher Europäer sein! Mit bilateralen Abkommen würde eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern vieles leichter machen.

Wenn die EU dieses Abkommen mit der USA beschließen sollte? Dann ist der EU nicht mehr zu helfen. So wie es aussieht wird die EU für einen schlechten Deal mit der USA unsere Produkt-Qualität opfern.

Unsere Politik, die SPÖ/ÖVP Regierung und die weiteren im Parlament vertretenen Parteien FPÖ, Grüne, Liste Stronach und NEOS sind gefordert gemeinsam diesen Pakt zwischen EU und USA zu verhindern. Andere Staaten würden dem Beispiel folgen. Ich lasse mich überraschen!

Das meint Ihr

Karl Halmann, Obmann
Forum AUS-EU

Fischauer Gasse 171/94
2700 Wiener Neustadt
Tel: 0699 101 344 66
E-Mail: karl.halmann@chello.at
http://www.forum-aus-eu.at

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Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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