Die Templer: Die Neugierde kann gestillt werden

Ganz ehrlich, Freunde, kaum erzählt man den Menschen, dass man sich im Rahmen des Templer Ritterordens für die Friedensarbeit einsetzt wird man mit den eigenartigsten Fragen konfrontiert.

So fragt mich am gestrigen Tag eine junge Dame, ob die Templer eigentlich eine Sekte wären und ich denke mir: Eigenartige Frage.

Die Templer wurden 1118 als röm.-kath. Orden zum Schutz der Kirche gegründet, waren bis zur Zeit von Jack de Molay im Jahr 1307 Bestandteil dieser, bis man sie dann am 13.Oktober selbigen Jahres wegen ihres arianischen Ansatzes ausschloss. Oder sollte man sagen verhaftete, in Hexenprozessen verurteilte und Jack de Molay, den letzten Großmeister öffentlich auf der Seine Insel in Paris verbrannte (1314)?

Das sie davon ausgegangen waren, dass Jesus ein Mensch gewesen war, führte zum Bruch zwischen den Templern und der Kirche unter Clemens VIII.

Joh 14,28
Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.

Ein Teil gründete hierauf in Spanien den Christusorden und schloss sich 1316 unter Johannes XXII., inzwischen war Clemens VIII. verstorben und ein anderer Papst gekommen, der röm.-kath. erneut an.

Ein anderer Teil, die Hugenotten, bestand darauf „Der Papst kann uns vielleicht ausschließen, nicht aber auflösen“ und gründeten daher die ersten Protestanten.

Und ein dritter Teil fand in Irland Schutz, lebte dort im freien Hüttenwesen, aus welchem in der Folge die Freimaurer hervor gingen. Sie wissen schon, dass ist die Bewegung von der wir „Vom rauhen zum glatten Stein werden“ her kennen, oder wie man es in den Kirchen sagt: „Jesus jeden Tag ein Stück ähnlicher werden.“

Die Templer, richtiger Name „Die arme Ritterschaft Jesu und des salomonischen Tempels in Jerusalem“, aus dem französischen Landadel unter Hugo de Payen (1118) hervorgegangen, Ordensregeln von Bernhard von Clairvaux (1123), waren von Grund auf weltlicher und geistlicher Orden:

Mt 6,33
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Und so kenne ich die unterschiedlichsten Strömungen der Templer. Nur eine Sekte, die kenne ich nicht.

Oder da fragt mich eine Andere: „Gehört ihr zur FPÖ?“

Eine Frage die in mir tatsächlich Entrüstung hochbrachte. Nicht das ich etwas gegen die FPÖ hätte, aber:

Wenn ein Orden seit dem Jahr 1118 besteht, wie sollte er zu einer deutlich später gegründeten Partei gehören?

Wenn ein Orden international ist, wie sollte er überhaupt zu einer Landespartei gehören?

Und seit wann hat sich eine humanistische Bewegung jemals klar deklariert, welche Partei sie unterstützt?

Zugegeben. Es kann vorkommen, dass die Templer immer wieder Parteien unterstützen.

Und damit sind wir einmal besser, ein anderes Mal schlechter gefahren.

Zugegeben: Wir haben hierbei sogar schon bittere Erfahrungen sammeln müssen. Aber:

Deswegen gehört der Templer Ritterorden bestimmt nicht zu einer Partei.

Und außerdem: Die Templer sind Grund demokratisch.

Einer denkt, zwei denken mehr und alle miteinander finden die Lösung.

Etwas das, da die meisten Parteien hierarchisch geleitet werden, in der Parteilandschaft eher seltener vorkommt.

Wie sollte dieses Denken also als Mitglied einer Partei Platz finden?

Platz finden, ohne das sich der Orden dadurch selber deformiert?

Nein, das denken der Templer ist frei.

Und genau das zeichnet die echten Templer aus.

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Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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