Friedensarbeit: PRINT kann nicht weltbewegend sein

„Warum wir uns eigentlich dazu entschlossen hätten,“ hat mich gestern ein Freund gefragt, „mit Anfang 2016 die Print Ausgaben sowohl des Österreichischen Boten als auch des Liberalen Boten einzustellen? Ob wir denn nicht Sorge hätten, dass uns dann keiner mehr liest?

Und: Ob wir dann überhaupt noch eine richtige Zeitung wären?“

Ganz ehrlich, Freunde, auch wenn ich den jahrelangen Kampf um das „Arbeitsrecht für die österreichischen Obdachlosen“,

.) welchen ich seit der Petition „Arbeitsrecht für Obdachlose – P7 soll Zentral Meldeadresse werden“ im Oktober 2013 endgültig als Erfolg werte,

.) andere ehemalige Obdachlose haben gemeint, es hätte wohl 2008 auch schon der Erfolg mit dem Online Report, die „Post Zustell Adresse“ ausgereicht,

als abgeschlossen betrachte, so haben wir dennoch aus Gewohnheit heraus immer eine Print Ausgabe herausgegeben, den Österreichischen Boten, den früheren Online Report und später auch den Liberalen Boten noch bis Jahresende 2015 in Papierformat mit gezogen.

Was sich für die weltweite Friedensarbeit, welche wir nunmehr ab 2016 betreiben, als durchaus unpraktisch herausgestellt hat.

Nichts wäre schwerer, als die Informationen, welche wir Online bis an das letzte Ende der Welt, Mitten auch in Kriegsgebiete und direkt zu den Regierungen bringen können auf dem logistischen Weg ebenfalls dort zu hinterlegen.

Die Zeitung für einen jeden einzelnen Leser in dessen Sprache herauszugeben.

Die hintersten Dörfer, dort wo die Kriege häufig starten zu erreichen.

Ja, der Botschaft der Bibel:

Mk 16,15
Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.

zu entsprechen.

Den Auftrag:

Matth. 5,9
Selig sind die Frieden Stiften, denn sie werden Kinder Gottes heissen.

zu erfüllen.

Da wären hunderte Beamte dazwischen, bis es die richtigen Leser erreicht. Und: Umweltschonend, dass wäre es auch nicht.

Und weil diesem so ist, so erscheint uns ein Print Organ den Möglichkeiten des Webs für unsere Aufgabe unterlegen.

Wem sollte es daher dienen?

Und: Warum sollten Bäume dafür sterben, wenn man die selbe Nachricht elektronisch doch deutlich besser an ihr Ziel transportieren kann.

Es war daher keine Kostenfrage. Und wir machen uns auch keine Sorgen, dass uns in Zukunft keiner mehr liest. Sondern einfach freier Wille, der uns mit 2016 nunmehr als unseres Wissens nach erstes Print Organ mit angehängter Online Ausgabe, freiwillig auf den Print verzichten lässt.

Uns wohl wieder einmal zu einem Vorreiter macht. Einen Vorreiter, welcher für die Zukunft viele Verlage vor die Frage stellen wird:

Was eigentlich soll mit unserem Medium bewirkt werden? Und: In welcher Form des Erscheinens, Print oder Online, können wir die Bedürfnisse daher am Besten abdecken?

Denn: Die Zeit der Online Medien ist nunmehr, da mehr als 50 Prozent der Menschen über World Wide Web verfügen, sicherlich gegeben.

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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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