AKTION WELTFRIEDEN 2016: Syrienkrise – Flucht aus sicheren Nachbarstaaten?

Inklusio: Ein jeder nach Europa geflohene Syrer erhöht, da es den möglichen dortigen Widerstand schwächt, die islamistische Terror Gefahr die von Syrien ausgeht.

„Was eigentlich veranlasst die syrischen Flüchtlinge bis nach Europa zu fliehen?“ hat mich am gestrigen Tag ein guter Freund gefragt: „Warum bleiben sie nicht in den sicheren Nachbarstaaten? Und warum gehen sie nicht einfach weiter in den Süden?“

Zugegeben, Freunde, so gut kannte ich mich bis vor Kurzem in dieser Gegend der Welt auch nicht aus.

Habe mich dann aber um diese Fragen beantworten zu können, einmal intensiv damit auseinander gesetzt.

Das Grundgesetz einer jeden Friedensarbeit: Prüfe die Ausgangssituation.

Und bin hierbei auf Folgendes gestoßen: 

Syrien hat 5 Nachbarstaaten

von denen die meisten miteinander Konflikte austragen.

Syrien

Syrien selbst hatte in den Jahren 1948 bis 1973 vier Kriege mit Israel, danach aber eine lange Friedensperiode:

1948/49 Palistinänserkrieg
1956 Sueskrieg
1967 israelisch-arabische Krieg
1973 Jom Kibur Krieg

Der syrische Bürgerkrieg begann eigentlich schon 2010, also ein Jahr vor dem Bürgerkriegsbeginn in Syrien mit einem Problem zwischen Israel und der Türkei.

Mit der „Gaza Blockade“.

Der Ursprung des Problems liegt also nicht in Syrien, sondern begann außerhalb.

Libanon

Auch der Libanon hatte bereits im Vorfeld des Bürgerkriegs in Syrien seine Probleme mit Israel.

Seit 1992 ist die Hisbollah Miliz nunmehr auch im Parlament des Libanon vertreten. Geleitet wird sie von streng schiitischen Geistlichen. Die Syrer sind aber zu 90 Prozent Sunniten.

Wikipedia: Hisbollah

Von den USA, Kanada und Israel wird die Hisbollah als Terrororganisation betrachtet. Man ist daher nicht bereit, mit ihr Verhandlungen zu führen.

Jordanien

Im Bezug auf Jordanien wäre zu sagen, dass es sich zur Zeit um ein gespaltenes Land handelt, weil das Westjordanland von Israel besetzt ist. Es befindet sich aus Gründen des Palistinänser Problems permanent im Kriegs- bzw. Streitzustand mit Israel.

Die Anerkennung des Palistinänserstaates durch die Vereinten Nationen und den Vatikan hat zusätzliche Unruhe in das Gebiet gebracht.

Irak

Der Irak ist seit dem Irakkrieg, beginnend mit dem 20.3.2003 niemals wieder zu Ruhe gekommen.

Um die reichlichen Ölvorkommen des Iraks zu erobern, erklärte George W. Bush dem Irak mit diesem Datum den Krieg und stürzte den Diktator Saddam Hussein.

Wikipedia: Irakkrieg

Nach der Beendigung der Besetzung 2011 kam es dann zu internen Eskalationen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen:

Nach dem erklärten Kriegsende kam es während der Besetzung des Irak 2003–2011 zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, tausenden Terroranschlägen, Kriegshandlungen und Gewaltkriminalität, sowohl verschiedener irakischer Gruppen gegeneinander als auch gegen die westlichen Besatzungstruppen. Sie forderten vor allem unter irakischen Zivilisten eine unbekannte Anzahl Todesopfer und Verletzte. Auch nach dem Abzug der ausländischen Truppen 2011 kam es zu keiner Befriedung des Landes. Die Expansion des Islamischen Staats in der Irakkrise 2014 wird zum Teil als Folge des Irakkriegs beurteilt.

Letztendlich machte sich die Terror Miliz Islamischer Staat die Unruhen im Irak für ihren Aufstieg zu nutze.

Türkei

Auch wenn die Hoffnungen der EU momentan auf der Türkei liegen, so sollte man nicht übersehen, dass eine starke Fluchtbewegung aus Syrien letztendlich gerade den Türken bei der Bewältigung des Kurden Problems zugute kommt.

Die Türken an der Fluchtbewegung der Syrer aus Syrien ein Eigeninteresse haben könnten.

Ein baldiges Ende des Syrien Konflikts im Sinne der Türkei, möglicherweise auch Israels, wäre dann möglich, wenn man hierbei den Kurden ein Stück Land Syriens sichern würde. Das Türkei-Kurden Problem also nach Syrien verlagert.

Die in Europa häufig gestellte Frage, warum denn die Syrer nicht in den sicheren Nachbarstaaten verbleiben ist bei einer genaueren Analyse daher leicht erklärbar:

Es gibt keine sicheren Nachbarstaaten.

Zusammenfassung:

.) Sollte es gelingen ein Dreieck zwischen den Russen, den Türken und den Chinesen zu bilden, so dass die Ausstrahlung des Dreiecks auf das Gebiet, die Befriedung erleichtert, so müssten in der Folge Verhandlungen über eine Raumaufteilung möglich werden.

.) Syrien war bekanntlich bereits vor dem Bürgerkrieg mit 112 Einwohnern pro km2 schwach besiedelt und verfügt zweifelsfrei über ein mögliches Platz Kontingent um sowohl Kurden als auch Israelis zusätzlichen Wohnraum zu ermöglichen.

.) Mit Sicherheit würde die Situation Syriens durch den von den USA gewünschten Rücktritt des Staatspräsidenten Al-Assads noch erschwert, da hierdurch der Einfluss der Al-Nusra Miliz (Al-Quaida), der islamischen Front und möglicherweise der aus dem Libanon vertriebenen Hisbollah auch in Syrien weiter zunehmen würde.

.) Der Glaube Angela Merkels, sich bei der Lösung des Syrien Problems alleine auf die Türkei verlassen zu können, erscheint angesichts des türkischen Kurdenproblems als eher unsicher.

.) Ebenfalls erscheint es angesichts des steigenden islamistischen Einflusses fragwürdig, Syrien auf Israel und die Kurden aufteilen zu wollen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würde dies nur zu einem weiteren Ausbreiten der Hisbollah, der Al-Nusarh Miliz oder gar des Islamischen Staates von Seiten Iraks führen.

.) Das Ziel kann also nur darinnen bestehen, gemeinsam mit einer russisch-chinesisch-türkischen Einheit, mit dem Versprechen an die Türken verbunden, das Problem der Kurden mit Syrien gemeinsam zu klären, in einer Unterstützung der derzeitigen Regierung des Präsident Baschar Al-Assads liegen, da ansonsten zweifelsfrei der islamistische Einfluss der Milizen in dieser Gegend steigen würde. Ebenfalls müsste wenn möglich Israel in die Lösung des Problems mit einbezogen werden, damit auch das Palästina Problem langsam abklingt.

.) Das Problem muss aber zweifelsfrei in diesem Gebiet geklärt werden, da ansonsten der Einfluss der islamistischen Terroreinheiten (Milizen) weltbewegende Ausmaße annehmen könnte.

Ob wir mit unserer Analyse richtig liegen? Jedenfalls haben wir uns darum bemüht, alle Aspekte aufzuzeigen, die uns für eine Lösung notwendig erscheinen.

Denn: Nur wenn alle gemeinsam über die Lösung des Problems nachdenken, werden die Bemühungen letztlich erfolgreich sein. 

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Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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