Oktoberrevolution 1848 – die liberale Revolution zur Erneuerung

Ganz ehrlich, Freunde, eigentlich erstaunte mich am gestrigen Tag die Frage eines langjährigen Freundes, dem endlich bewusst wurde, dass auch wir revolutionäre Gedanken teilen, nämlich: „Wo seht ihr den Unterschied zwischen der 1848 und der 1918 Revolution?“

Zugegeben, wir Österreichischen Reichsbürger leben in einer Zeit, in welcher

.) Wien noch groß gewesen ist, die Völker Europas miteinander anstatt gegeneinander lebten,

.) man keinen Platz für Religion Faschismen kannte, weil christlich damals einfach noch von der goldenen Regel, also humanistisch, vom „Liebe Gott den Herrn, der Alles gemacht hat und Deinen Nächsten auch Deine Feinde wie Dich selbst“ geprägt war

und

.) es dennoch zur Revolution kommen musste, weil durch die straffe Führung und das Spitzelwesen des Fürst Klemens Wenzel Lothar von Metternich, die Freiheit des Menschen eingeschränkt war. Das Volk nicht mehr mitbestimmen konnte. Und die Kluft zwischen Arm und Reich hierdurch immer grösser wurde.

Wie gesagt. Ich war erstaunt über die Frage. Denn: Für mich sind die Revolutionen von 1848 und 1918 in keinster Weise vergleichbar.

Wer sich nämlich das Jahr 1848 anschaut, das Jahr der Oktoberrevolution in Wien, welches mit der Schaffung einer Pillersdorfer Verfassung endete, der entdeckt in der damaligen Zeit unheimlich viele Parallelen zu heute.

So gab es zum Beispiel Pressezensur, heute kämpft man um eine Freie Presse, gab es hundertprozentige Kontrolle der Bevölkerung, ich denke nur an den Wunsch, das Bargeld abschaffen zu wollen, gab es einen groß aufgestellten Geheimdienst unter Fürst Metternich, einem harten Kanzler und das was den Menschen fehlte war einfach:

FREIHEIT.

Die Zeit des Biedermeiers war also eine Zeit, in welcher sich der Mensch nicht mehr in die Öffentlichkeit trauten, nicht mehr für das Volk agierten um nicht irgendwo negativ aufzufallen und genau diese geistige Haltung drängte auch das humane Denken immer weiter in die Privatsphäre der Adelshäuser.

Dort traf man sich zur Hausmusik, oder zu Dichterlesungen. Bei denen das allgemeine Volk eben nicht eingeladen war. Man schuf einen großen Unterschied zwischen Arm und Reich.

Einen tiefen Graben zwischen dem sogenannten „gemeinen“ Volk und der Oberschicht.

Beinahe so wie heute, wo wieder einmal 10 Prozent des Volkes 90 Prozent des Geldes besitzen, sich manch einer fragt, warum bei ihm niemand mehr Luxusartikel kauft, während 42 Prozent der Bevölkerung sich inzwischen fragen, wie sie sich Etwas zu essen leisten sollen und man hierfür dann den schuldigen sucht (unter Umständen sogar berechtigt): Die EU, welche einen neuen Biedermeier schafft.

Seit dem Wiener Kongress von 1805 war also die Entwicklung zur  Revolution vorhersehbar.

„Was ich eigentlich an der 1848 Revolution als besser empfinde als am Jahr 1918?“ hat mich mein Bekannter gestern gefragt. Und ich habe ihm so weit ich dies kann ehrlich geantwortet.

Die Oktoberrevolution von 1848, war eine liberale Revolution.

Es ging nicht darum, irgend jemand Etwas wegzunehmen, sondern das Volk am Geschehen mit zu beteiligen. Sich für die Gleichheit und Freiheit einzusetzen.

Es ging nicht darum, wer gut und böse war, sondern nur, wie man Missstände, die in der Gesellschaft eingerissen waren, beseitigen werde können.

Und wer sich die Verfassung von Franz Freiherr von Pillersdorf von 1848 anschaut, mit einem allgemeinen Wahlrecht, einer Direkten Demokratie, einer allgemeinen Religionsfreiheit, der Beendigung der Zensur, aber auch mit Platz für den Adel, der sieht ein Werk, welches für alle Menschen eine geeignete Lösung anbot.

Anders also die sozialistische Revolution von 1918, auch wenn viele behaupten, diese wäre die erfolgreichere gewesen. Die 1918 Revolution zeigt deutlich das Bestreben der Betreiber:

Die Besitztümer dem Habenden weg zu nehmen, um es dem Nichthabenden zu geben, so das aus dem Habenden letztlich der Nichthabende wird.

Die also, die bis dahin reich gewesen waren, sollten arm werden um diejenigen reich zu machen, die bis dahin arm gewesen wären.

Ein hundertprozentiger Austausch der Gesellschaft.

Etwas, wo mir der revolutionäre Gedanke fehlt?

Hätte ich dies von einer Zeit vor 1918 gehört, ich hätte es  „Raubrittertum“ genannt.

Sie nicht?

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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