Ein Wort an die Reichsbürger in Deutschland

Robert Freiherr von Pillersdorf (1900)

Zu meinem grössten Erstaunen, liebe Freunde, habe ich am heutigen Tag in einer deutschen Zeitung gelesen, dass Ihr gerade weil ihr die Gerichte und Behörden Deutschlands ablehnt, ob zurecht oder nicht weiss nicht nicht, dazu kenne ich die Geschichte Deutschlands zu wenig, davon ein dem Menschen, ja dem Reichsbürger ungebührliches Verhalten gegenüber den sogenannten Vertretern der BRD Bewegung ableitet.

Menschen gegenüber also, die an den Gedanken einer BRD glauben einfach vor den Kopf stosst.

Ein Verhalten, welches meiner Meinung nach nicht nur der Reichsbürgerbewegung, nein, dem jeweils verfolgten Gedanken, in Österreich dem Fortbestand der Republik nach Pillersdorf, in Deutschland so weit ich weiss der Weimarer Republik, schadet.

Der Gedanke

In Österreich besteht zum Beispiel von Seiten der Österreichischen Reichsbürger erheblicher Zweifel daran, ob Österreich nicht nach wie vor eine Republik nach Schlegel, also eigentlich ein konstutionelles Kaiserreich ist, deren Grundlage auf der Pillersdorfer Verfassung von 1848 beruht.

Begründet wird dies von uns dadurch, dass Bundeskanzler Julius Raab (ÖVP) gemeinsam mit dem Staatssekretär Bruno Kreisky (SPÖ) Otto von Habsburg 1961 aufforderte auf die Kaiserwürde zu verzichten. Etwas was dieser wohl nur konnte, wenn er zu diesem Zeitpunkt die Kaiserwürde inne hatte.

Es wird wohl einem Nichtraucher schwer fallen, mit dem Rauchen aufzuhören und einem Anti Alkoholiker schwer fallen den Alkoholkonsum zu stoppen.

Bedeutet wohl: Da die angeblich „aktuelle“ Verfassung vom 1.Oktober 1920 keinen Kaiser kennt, so ist diese Verfassung zumindest bis in das Jahr 1961 wohl niemals in Kraft getreten. Sonst wäre Otto von Habsburg, der erst nach dem 1.April 1922, also nach dem angeblichen in Kraft treten, der sogenannten „derzeitigen“ Verfassung am 1.Oktober 1920, Kaiser wurde, Karl I. verstarb am 1.April 1922, niemals Kaiser gewesen. Er hätte 1961 nicht verzichten können.

Julius Raab und Bruno Kreisky wussten dies. Sonst hätte man Otto von Habsburg nicht zum Verzicht aufgefordert.

Was bedeutet das für uns?

Wir werden daher zwar höflich darauf hinweisen, dass wir selber eine Angelobung nach einer niemals in Kraft getretenen Bundesverfassung nur wenig abgewinnen können.

Ja, Ämter, welche auf dieser Verfassung beruhen hinterfragen.

Aber dennoch, wie weit dies möglich ist, immer höflich bleiben, diese Glaubensgemeinschaft der 1920er Gläubigen respektieren und so weit wie möglich kooperieren.

Was für uns zählt ist der Mensch

Dies fordert der Respekt vor der Menschenrechtscharta aus 1948, welche einem jeden Menschen die Glaubensfreiheit zusichert.

Die Vertreter vielleicht sogar versuchen, mit obgenannten Argumenten zu überzeugen. Sie fragen, ob sie nicht in die Realität der Pillersdorfer Verfassung zurückkehren wollen?

Wenn ja. Dann haben wir Mitstreiter/innen gewonnen.

Es würde uns allerdings niemals im Traum einfallen, die Glaubensgemeinschaft der 1920er Gläubigen und deren Glauben zu ignorieren oder gar zu beschimpfen. Jeder Mensch hat ein Recht auf seinen Glauben. Das verlangt der Respekt vor der Menschenwürde.

Denn: Was haben wir davon, wenn letztlich die Andersgläubigen sich von unserem Verhalten erschrecken. Wir ihnen den Weg in die Realität verbauen.

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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