Friedensarbeit ist facettenreich

Meist verstehen die Menschen darunter nur Maßnahmen, liebe Freunde, die direkt zur Beendigung von Kriegen beitragen und das wäre zur Zeit im Bezug auf Syrien und die damit verbundene Flüchtlingsproblematik auch durchaus angebracht. Gerade dort würde momentan die UNO würde die EU gebraucht. Auch wenn es schwer ist, Menschen von einem Waffen Verzicht zu überzeugen, wenn man hierzu selbst Waffen verwendet. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen.

Friedensarbeit aber ist deutlich mehr.

Da kann es häufig um das Verständnis von Religionen und Konflikten zwischen Religionen gehen, was wohl bedeutet: Religion Kritik ist nicht unbedingt Verhetzung. Sie kann durchaus notwendig dafür sein, um letztlich die Toleranz zwischen Religionen zu fördern. Vor Allem, wenn eine Religion einen Absolutheitsanspruch erhebt. 

Oder: Friedensarbeit kann darinnen bestehen, darauf hinzuweisen, dass habe ich am gestrigen Tag gezeigt, Vorurteile gegenüber von Parteien, wobei es sich diesbezüglich nicht immer um politische Parteien handeln muss, abzubauen. Am Besten, indem man den Standpunkt dieser Parteien ganz einfach einmal erklärt.

Dazu gehört es aber nicht, selbst wieder voreingenommen an die Sache heranzugehen und Gedanken von Grund auf abzulehnen, sondern vielmehr mit Menschen zu reden, bis man deren Standpunkte vielleicht zwar nicht in allen Ansichten teilt, aber zumindest versteht. Hierfür gibt es ein Zauberwort: Toleranz.

Oder: Friedensarbeit kann in der Armut Bekämpfung bestehen um letztendlich interne und logisch auftretende Konflikte dadurch zu verhindern, dass man denen die mühselig und beladen sind, einfach bei der Lösung ihrer Probleme unter die Arme greift. Politisch das große reich-arm Gefälle behebt. Ohne hierbei aber reich automatisch zu verurteilen.  Armut Bekämpfung ist nicht nur ein Menschenrecht. Nein, sie ist Friedensarbeit. 

Erstaunlich also, dass sie nicht Grundlage einer jeden Parteipolitik ist.

Um letztlich aber Werke in der Friedensarbeit zu vollbringen, so ist es sinnvoll, die  gefassten Erkenntnisse schriftlich festzuhalten und zu veröffentlichen, so dass die Gesellschaft an Erkenntnissen auch Teil haben kann. 

Denn eines ist bei der Friedensarbeit als Erkenntnis unbedingt notwendig:

Alleine kann ich nur verlieren, aber gemeinsam sind wir stark.

Sinnlos, wenn ich Frieden stiften will, indem ich Meinungen oder Menschengruppen ignoriere. Oder von Grund auf verurteile. Finden Sie nicht?

Wie soll man ein Verständnis für Etwas wecken, dass man selbst nicht versteht?

Nein, wie bei guter Polizeiarbeit ist die Arbeit auch in der Friedensarbeit nur dann möglich, wenn ich wertfrei an die Sache herangehen kann. Meine Erkenntnisse letztlich nicht meine Ansichten oder das was ich gehört habe wiederspiegeln, sondern letztendlich Ist-Situation verkörpert. Der/die gute Friedensarbeiter/in ist selber neutral.

Denn nur dann, wenn ich selbst wertfrei bleiben kann, dann ist wirkliche Friedensstiftung möglich.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. (Mt 5,9)

Amen.

 

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Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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