Ordo Templis Laborate: klassisch-liberal oder christlich-sozial?

Vielleicht ist es Manchem unserer Leser mit dem gestrigen Tag bewusst geworden, liebe Freunde, warum wir uns mit der Erklärung unserer politischen Ausrichtung immer so schwer tun.

Warum wir es zwar schaffen, für die Wiederherstellung der Monarchie einzutreten, in Wahrheit aber keine Monarchisten sind, weil wir ja nicht den Zustand von 1918 wieder herstellen wollen, auch nicht die Rückkehr der Habsburger fordern, sondern vielmehr die Wiedereinsetzung der 1848 Pillersdorfer Verfassung.

Wir fordern: Das damit verbundene Mehr an Menschenrechten für die österreichische Bevölkerung. 

Warum wir uns zwar für christliche Werte einsetzen, uns aber schwer tun uns als christlich-sozial zu bezeichnen. Weil ja die Pillersdorfer Verfassung ursprünglich  nicht von Christlich Sozialen, sondern vielmehr von den klassisch Liberalen erstellt wurde.

Wir so manchen christlich sozialen Aspekt von heute, wenn es darum geht den politischen Gegner zu beschießen, anstatt mit ihm demokratisch zu reden, nicht wirklich viel abgewinnen können.

Und dort wo  es bei den christlich Sozialen um den Erhalt des christlichen Glaubens geht, bei uns steht dort die goldene Regel, das „Liebe Gott den Herrn, der Alles gemacht hat und Deinen Nächsten, auch Deine Feinde, wie Dich selbst“, den Glauben nicht aus Gründen des Glaubens, sondern aus Gründen der Menschenrechte, gegen die Angriffe von Staat und anderen Religionen verteidigen.

Wir beim Verteidigen zwar kritisieren, aber sollte jemand einen anderen Eindruck gewonnen haben, hierbei niemals selbst die Liebe zum Nächsten verlieren.

De facto also nur Probleme aufzeigen, ohne die Menschen, welche diese schaffen, hierbei zu verurteilen.

Ebenso tun wir uns schwer, einfach nur zu behaupten, wir wären klassisch liberal, weil ja die Entwicklung der Pillersdorfer Verfassung von 1848 den damaligen Liberalen einfach nicht weit genug ging. Die christlich Sozialen sie letztlich fertig stellen mussten.

Die Liberalen unser Vorbild, den k. & k. Militaristen Franz Freiherr von Pillersdorf, damals ganz einfach aus der Gesellschaft ausstießen, bis man ihn 1861 dann von Seiten des niederösterreichischen Landtags aufs Neue rehabilitierte. Seine Arbeit, die Pillersdorfer Verfassung, auch im Reichstag, in welchen man ihn entsandte, respektierte.

Wir stecken also in der Erkenntnis zwischen der 1848 liberalen Bewegung, zugegeben einer freiheitlich liberalen Bewegung und der christlich Sozialen Bewegung des Jahres 1861, einer Frühform der späteren ÖVP.

Parteien, die in den Anfangszeiten der Demokratie wirklich noch auf den Menschen schauten.

Da ging es damals nicht um Beleidigung des politischen Gegners, sondern um Aufbauarbeit. Eine Aufbauarbeit, welche wir heute zu Tage nur zu häufig missen.

Da ging es darum, sich für die Freiheiten des Menschen einzusetzen, ohne die Freiheiten des Anderen zu schmälern.

Wir sind daher christlich geprägt und dennoch klassisch-liberal.

Und das ist das, was viele an uns kritisierten:

Ihr könnt doch nicht einfach christlich und liberal sein!

Warum eigentlich nicht, wenn uns die Geschichte diese Weltsicht lehrt?

Wie hatte Bruno Kreisky so schön gesagt: Lernen Sie Geschichte!

Und weil wir dies tun, so entsteht daraus eine ganz eigene Weltsicht. Einfach Etwas vollkommen Neues.

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Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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