Wird Wien zur Geisterstadt?

Verzeihung, Freunde, wenn ich einmal so eine Frage in den Raum stelle. Sicher Manchen unter Euch wird sie überflüssig erscheinen. Bei diesen Zuwanderung Zahlen.

Vor Allem dann wenn unser Bürgermeister Michael Häupl verspricht: Ein Jeder der kommen will, kann auch bleiben. Aber:

Irgendwie tue ich mir schwer, mir vorzustellen, dass irgendwo auf der Welt Menschen längere Zeit bleiben können, wo es keine Arbeit gibt. Sie sich von ihrer Hände Arbeit nicht ernähren können.

Und gerade in diesem Bereich, dem Bereich Arbeit, mache ich in den letzten Jahren in Wien erschreckende Beobachtungen.

In Wien stehen nämlich, geht man die Strassen so ab, in den letzten Jahren mehr und mehr Geschäfte auf Dauer leer. Wird es durchaus immer leichter, ein leerstehendes Lokal in Top Lagen zu ergattern.

Und das liegt nicht nur an der Zielpunkt Pleite.

Nein, das hat schon vor Jahren damit begonnen, als große Einkaufszentren wie die Shopping City Süd, Shopping City Nord oder auch Lugner City die Menschenströme an sich zogen.

Denn: Während die Menschen in den Einkaufszentren eigene Parkhäuser vorfanden, so machte die Einführung des Park Pickerls, Bezirk nach Bezirk, es den Kunden der Klein- und Mittelunternehmer immer schwerer dort überhaupt einkaufen zu gehen. Wurde die Mittelschicht hierdurch laufend dünner.

Nein, man machte es nicht nur den Unternehmern selbst schwerer, ihre Arbeit zu verrichten.

Denn wenn ich jede Stunde mein Geschäft verlassen muss, um einen neuen Parkschein einzulegen, so steht das Geschäft gerade eines Einzelunternehmers in gerade dieser Zeit leer. Die Geschäfte verfügen also über keine geregelten Öffnungszeiten mehr.

Und warum sollte ein möglicher Kunde, welcher schon einmal zu angeblichen Ladenöffnungszeiten einen Laden geschlossen vorfand, den Laden ein zweites Mal beehren?

Man trieb also geradezu die Kunden der Klein- und Mittelunternehmer in die Zentren.

Verstärkt wurde dies in der Folge durch immer neue Auflagen der EU, welche sich nur die wirklich Großen leisten konnten (5 m2 Wasser für einen Goldfisch in einer Tierhandlung, Hundehandelverbot, Trennung von Raucher und Nichtraucherbereich in der Gastronomomie, um nur einige zu nennen) und die Schaffung von Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Zonen.

Siehe zum Beispiel die neue Mariahilfer Straße. Die hätte, hätten sich die Klein- und Mittelunternehmer die Geschäfte nach dem Umbau noch leisten können, den 6. Bezirk geschäftlich durchaus beleben können. Konnte sie aber nicht. Denn: Die Mieten wurden nach dem Umbau unerschwinglich teuer. Und das nicht nur in der verkehrsberuhigten Lage. Nein, im gesamten anliegenden Gebiet.

Das war der Zeitpunkt an dem ich mich an manchen Montagen bereits fragte, ob ich den Tag verwechselt hatte. Ob eigentlich Sonntag wäre. Denn: Immer mehr und mehr Geschäfte waren geschlossen.

Und dieses Trauerspiel, nun, das hat man nun meiner Meinung nach mit dem Start am 1.1.2016, mit der Einführung der Registrierkassenpflicht und der Barrierefreiheit, vervollständigt.

Seitdem erfahre ich eigentlich im bekannten Klein- und Mittelunternehmer Bereich nur noch das man das Geschäft nicht mehr fortführen will. Gleichgültig, wie viele Generationen der Laden bereits bestand.

Und: Wo zu leben, wo es keine Arbeit gibt? Das fällt niemand leicht.

In einer Stadt die jetzt schon, glaubt man den Berichten der Opposition hoch verschuldet ist?

In welcher die Bewohner kaum noch Infrastruktur vorfinden?

Man für den Erhalt aber deutlich mehr an Steuern bezahlen muss?

Einer Stadt, welche aus Gründen der Russland Sanktionen ihren Tourismus nach und nach verliert?

In welcher die Besucherzahlen und der damit verbundene Handel sinkt?

Die EU Auflagen weitere Geschäftstreibende vertreiben?

Ich befürchte, es wird Zeit eine berechtigte Frage zu stellen:

Wird Wien zur Geisterstadt?

Und: Was können wir dagegen tun?

Über Hans-Georg (von Webenau) Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis laborate - Die Templer - Gesellschaft christlicher Journalisten/innen .) Obmann der Christlich Liberalen - der klassisch-liberalen (Satire-) Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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