Bischofssynode 2015

Alles fiebert der neuen Bischofssynode 2015 entgegen. Diese Außerordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode findet vom  4. bis 25. Oktober 2015 statt. Diese Synode ist sozusagen die Fortsetzung der Bischofssynode vom 5. bis 19. Oktober 2014.

Auch hier geht es um die offenen Fragen der Familie.

„Revolutionär ist ebenso das daraus abgeleitete und bislang für lehramtliche Texte – unbeschadet der akzentuierten Kontinuität in der Soziallehre der Kirche – beispielslose Plädoyer für eine nachhaltige Entwicklung, und beides angesichts der Papst Franziskus sehr bewussten, spannungsreichen Geschichte in der Rezeption von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen durch die kirchliche Lehrmeinung, die er noch auf dem Rückflug von Korea nach Rom im August 2014 in aller Vorsicht ansprach.

„[Das ist kein] leichtes Problem, denn über die Bewahrung der Schöpfung, die Ökologie, auch die menschliche Ökologie, kann man bis zu einem gewissen Punkt mit einiger Sicherheit sprechen. Danach kommen die wissenschaftlichen Hypothesen, einige ziemlich sicher, andere nicht. Und eine solche Enzyklika, die lehramtlich sein muss, darf nur auf den Sicherheiten aufbauen, auf den Dingen, die gesichert sind. Wenn der Papst nämlich sagt, dass das Zentrum des Universums die Erde und nicht die Sonne ist, irrt er sich, denn er äußert sich zu einer Sache, die wissenschaftlich sein muss, und so geht das nicht“ (Pressekonferenz auf dem Rückflug von Korea am 18. August 2014).

Es kommt nach katholischer Lehre überhaupt nicht darauf an, Sozialformen – möglichst unversehrt – in den Himmel zu bringen (manchmal kann auch eine Trennung einen Heilsweg bedeuten, und nicht von ungefähr heißt es: „…bis dass der Tod Euch scheidet“), sondern auf das Heil und Glück des Einzelnen – auf das hin freilich Ehe und Familie in besonderer und vielfältiger Weise hingeordnet sind. Und genau das ist die Aufgabe der diesjährigen Familiensynode wie des gesamten bald zwei Jahre währenden synodalen Weges: angesichts der Wahrnehmung und des ‚Hörens‘ der Herausforderungen von Familien heute (= I. Teil des am 23.6.2015 veröffentlichten Vorbereitungsdokumentes ‚Instrumentium laboris‘) ihre Berufung und Mission orientiert am Evangelium Jesu Christi in der modernen Welt genauer zu beschreiben (vgl. II. und III. Teil des ‚Instrumentum laboris‘). Dabei wird es angesichts des Wandels der Formen familialen Lebens in der heutigen Gesellschaft und in den unterschiedlichen Kulturen darauf ankommen die graduelle Reifung, Öffnung und Annäherung der Beziehungformen aufzunehmen und darin die „Stufen der Liebe im Prisma der Analogie“ in neuer Weise zu beschreiben, wie H.M. Christmann einen Abschnitt der entsprechenden Frage 23,1 der II-IIae der Summa Theologiae des Thomas von Aquin in seinem Kommentar der Deutschen Thomasausgabe, Bd. 17 A (S. 420) bereits im Jahr 1959 einleitet. Auch wenn wir es auf der diesjährigen Synode nicht erleben werden, dass „[d]ie Stufen der Freundschaft im Lichte der Analogie“ – wie Christmann einen weiteren Abschnitt (Ebd., S. 426) überschreibt – in Hinblick auf die Ehe angedacht werden,  wird es doch der in der Umwelt-Enzyklika und dem Abschlussdokument der vorausgegangenen Familiensynode ausformulierte Gedanke der Orientierung an der Wirklichkeit des Lebens (unter Einbezug der für das Arbeitspapier ‚Intrumentum laboris‘ aus allen Teilkirchen angefragten Wirklichkeitsbeschreibung ) derjenige Ausgangspunkt sein, in den hinein die befreiende Botschaft der Liebe Gottes zu entfalten ist. Die Ehe ist genau das Abbild (nach Eph 5,32) der in Jesus Christus mitgeteilten Liebe Gottes zu uns Menschen; genau das ist der schmale und doch so tief reichende Grund der dogmatischen Lehre.“ siehe auch http://familiensynode.blogspot.co.at/

Insgesamt scheint sich etwas zu bewegen. Auch die Neuorientierung der Kirche bei Themen wie gleichgeschlechtlicher Ehepaare, Eheschließung und Verpartnerung, auch da wird die Synode sicher einige Schritte in diese Richtung lenken. Warte nwir es ab, wie und was der Hl. Geist bei dieser Synode bewirken wird.

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