Bolivien: Franziskus ruft zu Gemeinschaft und Inklusion auf

Bei einer Messe mit mehr als einer Million Menschen hat Papst Franziskus in Bolivien zu Gemeinschaft und Inklusion der Schwachen aufgerufen und vor dem grenzenlosen Konsum gewarnt. In seiner Predigt unter freiem Himmel wandte er sich gegen eine Logik, die versuche, alles in „Tauschobjekte, Konsumgüter, einfach alles in „Käufliches“ zu verwandeln“.  Sie ziele darauf ab, „nur sehr wenigen Raum zu lassen und alle auszuschließen, die nicht produzieren“, kritisierte der Papst in der Großstadt Santa Cruz. Die Schwächsten zögen hierbei stets „den Kürzeren“. Warum muss immer alles käuflich sein? Wo bleiben Nachbarschaftshilfe, Nächstenliebe, die uns dzu bringt, auch ohne ständig an Geld zu denken, etwas zu tun. Wenn jemand z.B: einem anderen Menschen hilft, oder einkaufen geht, oder etwas unentgeltlich repariert. Aber lesen wir was Kath. Press dazu sagt:

Bei einer Messe mit mehr als einer Million Menschen hat Papst Franziskus in Bolivien zu Gemeinschaft und Inklusion der Schwachen aufgerufen und vor einem grenzenlosen Konsumismus gewarnt. In seiner Predigt unter freiem Himmel wandte er sich gegen eine Logik, die versuche, alles in „Tauschobjekte, Konsumgüter, alles in Käufliches zu verwandeln“. Sie ziele darauf ab, „nur sehr wenigen Raum zu lassen und alle auszuschließen, die nicht produzieren“, kritisierte der Papst in der Großstadt Santa Cruz. Die Schwächsten zögen hierbei stets „den Kürzeren“.

Jesus akzeptiere diese Denkweise nicht, betonte Franziskus am zweiten Tag seines Bolivien-Besuchs in Santa Cruz. Anlass des Gottesdienstes – des einzigen, den er in Bolivien feiert – war die Eröffnung des fünften Nationalen Eucharistischen Kongresses.

Der wirkliche Reichtum einer Gesellschaft bemesse sich am Leben ihrer Menschen. Er beruhe auf den Alten, die in der Lage seien, Weisheit und das Gedächtnis ihres Volkes an die Kleinsten weiterzugeben. Er liege aber auch auf den Müttern, wobei Franziskus auf die Indio-Frauen verwies, die ihre Kinder in großen Tüchern auf dem Rücken tragen. Diese Mütter seien auch Trägerinnen „großer Entscheidungen, Traurigkeiten und Bitterkeiten“ sowie einer „Ungerechtigkeit, die kein Ende zu haben scheint“.

Zum Anziehen der Messgewänder vor dem Gottesdienst diente dem Papst eine nahe gelegene Filiale der Fast-Food-Kette „Burger King“ als Behelfs-Sakristei. Das Logo der Kette prangte oberhalb des Eingangs, den Franziskus benutzte. Die Filiale war an diesem Tag geschlossen. Während der Predigt verlor der Papst durch einen Windstoß seine weiße Scheitelkappe, den Zucchetto.

Weiter rief Franziskus in seiner Predigt dazu auf, die kollektiven Erinnerungen und Erfahrungen eines Volkes nicht einfach über Bord zu werfen. Völker hätten ein Gedächtnis, eine Erinnerung, die von einer Generation auf die andere übergehe. Wenn dieses Gedächtnis betäubt werde, seien Hoffnung und Freude in Gefahr, so der 78-Jährige. Die Folge sei eine Traurigkeit, die zu Vereinzelung und zu einer Ausgrenzung der Ärmsten führe.

Während des Gottesdienstes auf Spanisch wurden auch Gebete in den indigenen Sprachen Ketschua, Aymara und Guarani vorgetragen. Franziskus hatte sich in seiner Begrüßungsansprache für die Rechte der indigenen Völker eingesetzt. In der Nacht zum Freitag deutscher Zeit nimmt er am Welttreffen der Volksbewegungen in Santa Cruz teil. Redner dort ist auch Boliviens Staatspräsident Evo Morales.

Papst Franziskus befindet sich derzeit zu einem dreitägigen Besuch in Bolivien. Das Kirchenoberhaupt aus Argentinen traf am Mittwoch, aus Ecuador kommend, in La Paz ein. Zum Abschluss seiner Südamerika-Reise wird er am Freitag in Paraguay erwartet.“

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.co.at/site/nachrichten/database/71191.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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