Endlich ist der neue Bischof gweiht …

Ja , das hat jetzt gedauert. Aber am Sonntag war es so weit: Wilhelm Krautwaschl wurde zum Bischof geweiht. Als 58. Bischof will er sich um das Volk und die Gemeinden verstärkt kümmern. Die „Frohe Botschaft“ zu verkünden, sieht er als seine Pflicht an.

Wilhelm Krautwaschl ist am Sonntagnachmittag im Grazer Dom zum neuen Bischof der Diözese Graz-Seckau geweiht worden. Hauptkonsekrator der Weihe war der Salzburger Erzbischof (und vormalige Grazer Weihbischof) Franz Lackner, ihm zur Seite standen die emeritierten Grazer Bischöfe Egon Kapellari und Johann Weber – diese drei legten Krautwaschl die Hände auf und vollzogen mit dieser Geste der Apostolischen Sukzession die eigentliche Weihe. Weitere Konzelebranten waren Kardinal Christoph Schönborn, der Salzburger Alterzbischof Alois Kothgasser und der Grazer Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl.

„Ich habe kein anderes Programm als das Evangelium“, sagte Bischof Krautwaschl am Ende der Weiheliturgie. Die Frohbotschaft sei „Programm“ für heute und morgen, betonte er in seiner Dankesrede, „ein Programm, das nie verbraucht und nie alt ist. Denn Gott ist immer auf der Höhe der Zeit.“

Alle getauften und gefirmten Christen seien dazu berufen, die Freude am Evangelium im Leben umzusetzen. Krautwaschl: „Für diese Freude will ich als Bischof der Diözese Graz-Seckau landauf, landab eintreten.“ Das bedeute „alles andere als Selbstbezogenheit und Streben nach Selbsterhalt“, denn die Freude des gelebten Evangeliums strahle. „Sie kann auch den Suchenden in und außerhalb unserer Kirche Licht und Wegweisung sein“, unterstrich der Bischof.

Wilhelm Krautwaschl ist der 58. Diözesanbischof der Diözese Graz-Seckau in der knapp 800-jährigen Geschichte der Diözese, deren Jubiläum die Katholiken der Steiermark 2018 begehen werden. Seine Weihe gestaltete die Diözese als großes Fest in der Grazer Altstadt, an dem 150 haupt- und 200 ehrenamtliche Mitarbeiter in der steirischen katholischen Kirche mitwirkten; 23 Bischöfe und 80 Priester nahmen an der Feier teil, allein im Grazer Dom fanden sich rund 1.000 Festgäste ein, weitere Hunderte an drei Video-Walls in der Nähe.

Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl begrüßte nach dem Eröffnungslied, das den bischöflichen Wahlspruch „Deus caritas est“ aufgriff, neben den heimischen Bischöfen auch zahlreiche weitere prominente Teilnehmer der Bischofsweihe: den scheidenden steirischen Landeshauptmann Franz Voves, seinen designierten Nachfolger und derzeitigen Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, den evangelischen Superintendenten Hermann Miklas sowie Vertreter der Jüdischen Kultusgemeinde, der Muslime und der Buddhisten in Graz. Auch aus dem Ausland kamen viele Festgäste, darunter die slowenischen Nachbarbischöfe aus Marburg, Cilli, Murska Sobota und Novo Mesto, weiters Vertreter von Diözesen, die mit jener von Graz-Seckau durch vielfältige Kontakte verbunden sind: Banja Luka, Bozen-Brixen, Bukarest, Iasi, Olmütz, Ruanda und Rzeszów. Herzliches willkommen hieß Schnuderl auch den Bischof der koreanischen Partnerdiözese Masan, Ahn Myong-ok.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.co.at/site/nachrichten/database/70622.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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