Familienbischof Küng „Kirche muss Familien zum Leben ermutigen“

bischof_kuengIm Wirbel um die Diskussionen rund um den Irlandbeschluss, dass Homoehen erlaubt werden, meldete sich jetzt der Familienbischof Küng zu Wort.

Für Ihn und für die kath. Kirche, sowie für den Vatikan ist das Votum in Irland natürlich der falsche Weg. Für die Kirche steht eindeutig fest: Die Familien müssen gestärkt und unterstützt werden. So sind Schwangerschaftsabbruch oder die Verhütung nur ein Teil des falschen Weges, den die Gesellschaft gegangen ist. Daher muss und soll das traditionelle Familienbild gestärkt und in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken. So schreibt er:

Eine wesentliche Aufgabe der Kirche ist es nach den Worten des St. Pöltner Bischofs Klaus Küng, Familien „zu Kindern, zu einer großzügigen Hingabe zueinander und damit zum Leben“ zu ermutigen: Der Ruf Gottes sei immer auch ein Ruf nach Fruchtbarkeit, erklärte Österreichs „Familienbischof“ am Montag bei der Segnung neu renovierter St. Pöltner Büroräumlichkeiten des Instituts für Ehe und Familie (IEF).

 Das Gelingen von Beziehung, insbesondere in der sakramentalen Ehe, habe eine „vitale Rolle“ im Lebensschutz, betonte der Bischof. Beratungstätigkeiten hätten schließlich gezeigt, dass häufig nicht Verhütungsfehler zum Schwangerschaftsabbruch führten, „sondern meist sind Beziehungsfragen der Grund für Abtreibungen“. Statistiken zur Abtreibung und deren Motive gibt es in Österreich derzeit nicht, erinnerte Küng an eine Kritik der aktuellen Bürgerinitiative „Fakten Helfen!“

 Die Ehe spiele für gelungene Beziehungen eine besondere Rolle, wobei diese Form des Lebens von Hingabe zueinander heute freilich „im Kontrast zur verbreiteten Weise von Beziehungen“ stehe, so Bischof Küng. An Gott läge es aber nicht, „wenn Menschen fern von Lehramt und Kirche leben“, rufe Gott doch überall die Menschen; es sei für jeden ein sich lohnendes Unterfangen, seinem Ruf zu folgen. Die Herausforderung für katholische Familien bestehe heute darin, mit Blick auf Gott und seinen Ruf zugleich treu zur Kirche als auch „eigenständig und mit großer Klarheit“ unterwegs zu sein.

 Das IEF wurde 1973 durch die Österreichische Bischofskonferenz gegründet. Als Körperschaft öffentlichen Rechts, deren Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, dient es gemeinnützigen und kirchlichen Zwecken. Hauptaufgabe des IEF ist die Unterstützung und Förderung der Ehe- und Familienarbeit, auf Basis der kirchlichen Lehre und unter Berücksichtigung der für das Thema relevanten Wissenschaften.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.co.at/site/nachrichten/database/70351.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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