Handwerk hat goldenen Boden

Ganz ehrlich, liebe Freunde, irgendwie bin ich immer wieder überrascht, wenn ich in der Werbung der Wirtschaftskammer lese, man solle doch eine Lehre machen, denn man könne doch die Matura an die Lehre anschliessen.

Ist denn den leitenden Köpfen der Wirtschaftskammer die Verteilung der österreichischen Arbeitslosigkeit nicht bekannt? Ist ihnen nicht bekannt, dass der Grossteil der Arbeitslosigkeit auf die Akademiker und da vor Allem auf die Jungakademiker fällt während gerade im Handwerk heute noch eine Unmenge Stellen, man spricht alleine von 170.000 Lehrstellen in Österreich,  frei wären.

Ja, ganze Betriebe nach Generationen zumachen müssen, nicht weil die Auftragslage fehlen würde, sondern weil man keinen Nachfolger findet.

Sprich: Man es so lange in unserer Gesellschaft geschafft hat, den Menschen einzureden, dass Handwerker minderbemittelter als Akademiker wären, dass man letztendlich heute als Handwerker deutlich mehr verdient. Ja, weil man inzwischen zur „Mangelware“ geworden ist.

Und da stellt sich eine Wirtschaftskammer hin und anstatt das sie die Menschen über diesen Umstand aufklärt, ja grossangelegte Kampagnen auf die Schulen loslässt, um die Weichen für die Zukunft besser zu stellen und den Fortbestand des Handwerks zu sichern, versprechen sie: Macht erst einmal eine Lehre. Ihr könnt ja dann eine Matura machen.

Als ob ein Handwerker unbedingt Matura machen will. Ja, man die Matura unbedingt bräuchte.

Vielleicht sollten wir uns ja mal überlegen, was wir alle täten, wenn unsere Toiletten verstopft wären., wenn wir unsere Türen ins Schloss gefallen wären oder wer eigentlich das duftende Brötchen, welches ich mir am Morgen beim Bäcker besorge, eigentlich produziert.

All das sind Handwerker und ganz ehrlich: Ich möchte keinen von Ihnen missen!

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