Warum echter Kapitalismus nicht asozial sein muss

Eigentlich finde ich es schade, liebe Freunde, dass Jean Ziegler mit seiner Aussage „Alle Spekulanten gehören aufgehängt“ eine wirklich gute Aussage Fleischhackers von der NZZ überdeckte, der darauf hinwies, dass die Spekulanten damals damit begannen, mit ihrem Geld gemeinsam mit Bauern für den sicheren Betrieb der Bauernhöfe zu sorgen.

Zeigt diese Aussage Fleischhackers doch deutlich auf, dass echter Kapitalismus gar nicht asozial sein muss.  Anders als man dies dem Kapitalismus häufig vorwirft.

Sicherlich, es ist das Ziel den Gewinn eines Unternehmens im Kapitalismus zu maximieren, damit aber der Gewinn maximiert werden kann bedarf es kaufkräftiger Kunden. Das wiederum werde ich nur dann erreichen, wenn ich Arbeitsplätze schaffe, die Menschen sozial so weit absichere, dass sie als Kunden zu bezeichnen sind. Ja, über eine ausreichende Kaufkraft verfügen.

Kann in der Praxis nur bedeuten: Unternehmen so steuerfrei wie möglich zu halten und auch die Dienstnehmer so weit wie möglich von der Steuern zu entlasten.

Womit wir zu einem von mir vor einiger Zeit gemachten Vorschlag, der Staat sollte sich doch einfach selbst als Unternehmer betätigen ja mit der Gründung von Unternehmen im Bereich der „Finalproduktion auf Basis der Pantente“, durch kongurrenzlose Produkte den Freiraum schaffen, ich nannte dies Gemeinnützige Industrie, letztlich auf Steuern zu verzichten.

Und hierfür bedarf es keiner Verwaltungsgesellschaften oder Kammern, sondern letztlich nur den Willen des Staates, selbst als Unternehmer aufzutreten.

Denkt man sich diesen Gedanken einmal entgültig durch, so stellt sich die Frage, ob ein Staat der „Spekulanten“, denen nämlich die wirklich Firmen gründen und damit Arbeitsplätze schaffen und das ist immer Spekulation, nicht deutlich besser ist als ein Staat, in welchem alle Menschen zwar vollkommen gleich, aber auch ohne Arbeit sind. Defakto keine Arbeit besteht, weil ja, nun: Einfach niemand spekuliert. Keine Unternehmen gegründet werden.

Es nicht sinnvoller ist, wenn der Staat und zwar ohne Planwirtschaft, sondern unternehmerisch denkend, selbst als Unternehmer auftritt, als sich letztlich nur auf Basis von Steuern zu finanzieren.

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Eine Antwort zu Warum echter Kapitalismus nicht asozial sein muss

  1. Norbert Huber schreibt:

    Der Staat als Unternehmer ist gescheitert. Der hat eben durch die unbegrenzte Besteuerungsmöglichkeit immer mehr ausgegeben als er einnahm.
    Deshalb sollte man ja den Verleih von Kapital gegen Zinsen an den Staat per Strafe verbieten.
    Energieversorger, Wasserversorger usw. ja im Grunde auch Banken, sollten gemeinnützige Organisationen sein, welche trotzdem dem Staat gehören sollen und auch von diesem reglementiert werden sollen und zwar vor allem mal so dass keiner sich mehr Lohn heraus zieht aus den allgemein bereitgestellten Beiträgen, als der Bundeskanzler.

    Die Gier der Profitmaximierer wird nie dafür sorgen dass die Kaufkraft der Menschen erhalten bleibt. Ganz im Gegenteil. Die kassieren eben auch noch am Finanzmarkt mit. Bei allem was wir kaufen, was weit mehr als die 20% Mehrwertsteuer ausmacht. Der Kapitalismus braucht seine Schranken. Die Umverteilung von Kapital zu den Menschen, zur Stärkung der Kaufkraft kann nur der Staat übernehmen. Wer sonst?

    Ist ja schön, wenn die damals zusammengeholfen haben um der Not ein Ende zu setzen. Sollten sie heute auch machen. Dazu müsste man aber zuerst mal schauen, wo denn die Not ist. Die Not ist längst nicht mehr bei einer potentiellen Unterversorgung an Gütern. Die Not ist vor allem die ungerechtfertigte Ausbeutung durch die etablierten Player.

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