Bürgerliche für den Umweltschutz?

Ganz ehrlich, liebe Freunde, am heutigen Tag aber ich eine sehr seltsame Frage gehört, über die ich bis jetzt noch nachdenke.

Da fragt mich doch eine junge Dame ob ich nun eigentlich „für Österreich oder für den Umweltschutz“ wäre und ich muss wirklich wohl ein wenig verdutzt geschaut haben, denn: Nach der Frage musste sie selbst lachen.

Ich aber bin den Nachmittag etwas nachdenklich weitergegangen, denn: Ich bin nicht nur für Österreich, sondern mit Sicherheit auch für Österreicher und Österreicherinnen. Ganz besonders für die 2,100.000 Menschen an der Armutsgrenze.

Ich bin aber auch für Umweltschutz, weil ich die Meinung vertrete, dass wir, wenn wir unsere Umwelt weiter so belasten wohl kaum überleben werden.

Und ich bin für die österreichische Wirtschaft, weil ich die Meinung vertrete, dass die Menschen in diesem Land Arbeit brauchen und das wohl ohne Wirtschaft kaum möglich sein wird.

Und ich bin dafür, alle Menschen in unserem Land sozial abzusichern, weil die Wirtschaft nur dann gesund existieren kann, wenn die Kaufkraft der Menschen wieder steigt.

Allerdings kann ich, anders als offensichtlich so mancher Politiker, so manche Politikerin, die meinen, dass sie diese Themen einfach trennen könnten, ja nicht einmal miteinander reden bräuchten, dies so nicht sehen, weil ich mir wieder nicht vorstellen kann, dass ein Land in dem demokratisch gewählte Kräfte nicht miteinander reden auf Dauer funktioniert.

Sicher bin ich mir, dass es die Aufgabe unserer Politik wäre auf unser Land zu schauen und die in unserem Land lebenden Menschen zu vertreten. Ja sogar den Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung „Österreich ist eine demokratische Republik. Das Recht geht vom Volke aus“ so gut wie möglich umzusetzen.

Und weil ich dies meine, so sagt man mir dann nach ich wäre bürgerlich, da christlich konservativ und dagegen kann ich wohl auch letztlich nichts sagen. Nur: Ist dies etwas Negatives?

Ich finde es eher logisch, ebenso logisch wie es mir erscheint, dass es die Aufgabe der Politik wäre, dass Zusammenleben in Österreich zu regeln.

Wie aber soll ich es eigentlich nennen, wenn Menschen Befehle von einem Verein ausserhalb des Staates nehmen, nennen wir den Verein doch einfach EU und zum österreichischen Volk tragen?

Demokratie?

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Eine Antwort zu Bürgerliche für den Umweltschutz?

  1. Norbert Huber schreibt:

    Wusste gar nicht dass sich Österreich und Umweltschutz gegenseitig ausschließen.
    Was bringt ein Österreich mit toter Umwelt?
    Was bringt eine intakte Umwelt, ohne vernünftige Verhältnisse zwischen den Menschen?

    Zur Wirtschaft fällt mir ein, dass leider viel zu oft die Finanzwirtschaft gemeint ist, die so mancher Politiker schützen und stark halten will, wenn er von der Wirtschaft spricht die geschützt und gestärkt werden soll. Was aber ein krasser Widerspruch ist. Finanzwirtschaft und Realwirtschaft sind zwei völlig verschiedene Zweige. Ersteren sollte man ruhig besser beschneiden bzw. in seine Grenzen verweisen und ihm seine tatsächlichen Aufgaben in der Realwirtschaft zuweisen, zum Wohle der Realwirtschaft. Aber selbst der Realwirtschaft geht es nur dann wirklich gut, wenn es den Menschen insgesamt mit ihrer Arbeit gut geht.

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