Politisches Christentum: Gehorsamkeit ist ein Glaubensansatz

Eigentlich bin ich immer wieder überrascht, dass man, sobald man einen anscheinend politischen Ansatz zum Christentum hat, gleich wieder von den Brüdern und Schwestern gemassregelt wird. Dabei sollte doch ein jeder Mensch Glaubens- und Religionsfreiheit besitzen.

Die Grundlehre unseres Glaubens ist es, das

Matthäus 6, 33 (Schlachter 2000):
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit [e], so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

Ernst zu nehmen, zu respektieren, dass das „Vater unser“ das Reich Gottes auch auf dieser Welt sehen will:

Matthäus 6, 10 (Schlachter 2000):
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.

Ja, das Jesus sogar sagt, dass es sein Auftrag gewesen wäre, das Reich Gottes dieser Welt zu bringen:

Lukas 4, 43 (Schlachter 2000):
Er aber sprach zu ihnen: Ich muß auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen; denn dazu bin ich gesandt.

und seine Jünger dazu auffordert gerade dieses Reich zu lehren:

Lukas 9, 2 (Schlachter 2000):
und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen.

Ja gehen sogar davon aus, dass Glaube ohne Werke tot ist:

Jakobus 2, 26 (Schlachter 2000):
Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot.

man uns an unseren Früchten erkennen wird:

Matthäus 7, 20 (Schlachter 2000):
Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.

und das es der Gehorsam zu Gott war, welcher Jesus zum Messias machte:

Philipper 2, 8 (Schlachter 2000):
und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.

Was dazu führte, dass ihm Gott sein Leben schenkte:

Apostelgeschichte 2, 24 (Schlachter 2000):
Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, daß Er von ihm festgehalten würde.

Ja, dass es der Gehorsam zu Gott im Bezug auf die goldene Regel ist:

Lukas 10, 27 (Schlachter 2000):
Er aber antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!« [a]

welcher uns wiederum zu Gerechten macht:

Römer 5, 19 (Schlachter 2000):
Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht. [j]

Unser Glaube ist also mit Sicherheit politisch, wenn auch nicht parteipolitisch, unsere Politik aber keine Politik sondern Glaube.

Ich ersuche daher um Anerkennung unserer Glaubensfreiheit. Danke!

Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.