Das Evangelium Jesu

Eigentlich ein interessantes Statement zu behaupten, es wäre ein Angriff auf das Evangelium, so ein Angriff auf das sola fide (Alleine aus Gnade), ohne überhaupt darauf einzugehen, was denn nun eigentlich das Evangelium Jesu ist. Worüber Jesus gesprochen hat, wenn er das Evangelium verkündigt.

Schon in Matthäus 4,23 finden wir nämlich eine ganz klare Aussage über das Evangelium des Jesus. Was also ist das Evangelium Jesu, welches so häufig in Frage gestellt wird?

Matthäus 4, 23 (Schlachter 2000):
Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen [j] und verkündigte das Evangelium [k] von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.

Ebenso weist er uns persönlich in Matthäus 24, 14 darauf hin, welches Evangelium wir verkünden sollen:

Matthäus 24, 14 (Schlachter 2000):
Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt [e] verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.

Es ist also der Auftrag Jesu an alle Jünger, dass wir vom Reich Gottes erzählen sollen, einer Welt also welche nach der goldenen Regel lebt, wenn er uns dazu auffordert:

Markus 13, 10 (Schlachter 2000):
Und allen Heidenvölkern muß zuvor das Evangelium verkündigt werden.

Ein Evangelium also, dass so Jesus, auf einem einzigen Gesetz aufsitzt, nämlich der Einhaltung der goldenen Regel, weil Jesus selbst darauf hinweist, dass er „Gesetzlose“ nie gekannt hat.

Matthäus 7, 23 (Schlachter 2000):
Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen [c]!

Ein Gesetz, welches uns Jesus noch einmal ganz klar erklärt. Er klar bekennt:

Matthäus 5, 17 (Schlachter 2000):
Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. [d] Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!

Ein Gesetz also, zu dem er uns mitteilt:

Matthäus 22, 36-40 (Schlachter 2000):
Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. [c] Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. [d] An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.

An dieser einen bzw. diesen zwei Botschaften hängt also das gesamte Gesetz und die Propheten (Wir erinnern uns, er war nicht gekommen das Gesetz und die Propheten aufzuheben, sondern uns beizubringen, sie zu erfüllen)

Die Einhaltung also der goldenen Regel und die Predigtdienst im Bezug auf das Reich Gottes, sowie dessen was Jesus für uns am Kreuz und bei der Auferstehung vollbrachte:

Lukas 10, 27 (Schlachter 2000):
Er aber antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!« [a]

reicht daher zur Rettung aus. Das Trachten nach dem Reich Gottes ist unser Auftrag:

Matthäus 6, 33 (Schlachter 2000):
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit [e], so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

Wer aber das „sola fide“ (Alleine aus Gnade) höher stellt, als das Evangelium, darf sich nicht wundern, wenn er letztlich auch nach dem „sola fide“ alleine beurteilt werden wird und erfährt:

Matthäus 7, 23 (Schlachter 2000):
Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen [c]!

Amen.

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Eine Antwort zu Das Evangelium Jesu

  1. Norbert Huber schreibt:

    Zu erwähnen sei hier, dass Jesus das Reich Gottes verkündete welches schon mitten unter den Menschen sei. Einem sagte er, er wäre nicht mehr weit entfernt vom Reich Gottes. Er brachte die Gnade Gottes. Die Gnade der Vergebung bei Reue und Umkehr und bei eigener Güte. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt diese Gnade überdeutlich. Aber auch die Botschaft, dass vor allem unser eigener Glaube den wir hegen und pflegen, unsere Gesinnung unsere Einstellung unsere Gedanken unsere Motive entscheidend sind für die Früchte die wir hervorbringen. Was gehört noch alles zum Reich Gottes? Und zur frohen Botschaft über dieses Reich? Dass die Wahrheit uns frei machen wird. Dass wir um alles bitten sollen, auf dass unsere Freude vollkommen werde. Dass wir um den Heiligen Geist bitten sollen wenn es uns an Weisheit mangelt. Und nicht, wie manche sagen, dass wir nicht würdig wären dafür. Und vieles mehr.
    Wieso aber will man diese Teile des Reiches Gottes gegeneinander ausspielen?

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