Warum eigentlich „Weltverbesserung“?

Ganz ehrlich, Freunde, manche unter Euch scheinen unseren Ausführungen nur sehr bruchstückhaft zu folgen, sonst hätte ich mir die Anfrage, warum unsere Zeitung eigentlich „zur Weltverbesserung“ heisst, ersparen können. Einer unter Euch meinte sogar: „Wieso Welt und nicht Land Verbesserung?

Hat Jesus uns denn aufgefordert, nur auf unser Land zu schauen. Sprach Jesus nicht davon, man solle das Reich Gottes errichten? Ja, dass das Reich Gottes der gesamten Welt gepredigt werden müsse?

Mk 16,15
Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.

Wir dazu in alle Welt gehen sollten?

Sicher, er hat uns aufgefordert, nach dem Reich Gottes zu trachten und das kann und da geb ich unseren Kritikern Recht man vor Allem einmal im nächsten Umfeld tun. Was hilft es, wenn die Erde an einer anderen Stelle gesund geworden, bei uns aber weiter krank geblieben ist?

Was hilft es, wenn anderort die Gerechtigkeit gilt, sie in unserem nächsten Umfeld aber weiter fehlt?

Mt 6,33
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Der Wille Gottes aber, soll letztendlich auf der ganzen Welt geschehen:

Mt 6,10
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Es geht also tatsächlich um Weltverbesserung. Auch wenn uns das Markusevangelium an einer anderen Stelle erzählt:

Markus 7,25-30
25 sondern alsbald hörte eine Frau von ihm, deren Töchterlein einen unreinen Geist hatte. Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füßen26 – die Frau war aber eine Griechin aus Syrophönizien – und bat ihn, dass er den bösen Geist von ihrer Tochter austreibe.27 Jesus aber sprach zu ihr: Lass zuvor die Kinder satt werden; es ist nicht recht, dass man den Kindern das Brot wegnehme und werfe es vor die Hunde.28 Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, Herr; aber doch fressen die Hunde unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder.
29 Und er sprach zu ihr: Um dieses Wortes willen geh hin, der böse Geist ist von deiner Tochter ausgefahren.30 Und sie ging hin in ihr Haus und fand das Kind auf dem Bett liegen, und der böse Geist war ausgefahren.

Auch Jesus ist also, so seine eigenen Worte erst einmal zum Haus Israel gekommen, auch wenn er der Syrophönizerin letztlich ebenso hilft. Hat einmal im eigenen Land agiert, um dadurch der ganzen Welt zu helfen.

Auch wenn für ihn zweifelsfrei zu einer jeden Zeit, die goldene Regel weiter Bestand behielt:

Lk 10,27
Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinenNächsten wie dich selbst« (5.Mose 6,5; 3.Mose 19,18).

Ich glaube es war ihm nur bewusst: Ja, irgendwo da musste er mit der Errichtung des Reiches Gottes anfangen.

Amen.

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